Innovative Informations- und Kommunikationswesen an wissenschaftlichen Bibliotheken: 10 Fragen über Anwendungen und Erfahrungen von Web 2.0 bis Emerging Technologies von Bruno Bauer an Guus van den Brekel, Informationsexperte an der Medizinischen Bibliothek der Universität Groningen

Guus van den BREKEL, Bruno BAUER: Innovative Informations- und Kommunikationswesen an wissenschaftlichen Bibliotheken: 10 Fragen über Anwendungen und Erfahrungen von Web 2.0 bis Emerging Technologies von Bruno Bauer an Guus van den Brekel, Informationsexperte an der Medizinischen Bibliothek der Universität Groningen

Zusammenfassung: Guus van den Brekel, Informationsspezialist und IT-Koordinator an der Zentralbibliothek für Medizin am Universitätszentrum Medizin in Groningen (Central Medical Library, University Medical Center Groningen) ist für Entwicklung und Innovation der Bibliotheksdienste an seiner Bibliothek zuständig (Library Services Development and Innovation). Das aktuelle Interview informiert über die Bedeutung und den Nutzen von Web 2.0 und Emerging Technologies. Angesprochen werden der Nutzen von Blogs und Twitter und die Bedeutung von mobilen Anwendungen für Bibliotheken. Thematisiert wird auch, welche Rolle Bibliotheken zukünftig wahrnehmen sollen.

Schlüsselwörter: Emerging Technologies, Web 2.0, Bibliothek 2.0, Blog, Twitter, mobile Anwendung, Verknüpfung von Daten, Bibliothek, Bibliotheksmitarbeiter, Bibliotheksleiter, Zukunft

E-Books – den Wandel professionell gestalten

Lothar NUNNENMACHER: E-Books – den Wandel professionell gestalten

Zusammenfassung: Selbst wenn die Vorbehalte bei manchen Nutzern noch groß sein mögen – der Trend zu E-Books ist unverkennbar, ähnlich wie vor etwa zehn Jahren der Übergang von gedruckten zu elektronischen Zeitschriften. Zwei Entwicklungen kommen dabei zusammen: zum Einen ein stark steigendes Angebot an wissenschaftlicher monographischer Literatur im elektronischen Format, zum Anderen deutliche Fortschritte bei den technischen Möglichkeiten zur Rezeption von E-Books, insbesondere hinsichtlich der Display-Technologien.
Der Übergang von gedruckten zu elektronischen Büchern stellt die Bibliotheken vor vielfältige neue Herausforderungen – schon alleine durch die immense Quantität des aktuellen und potentiellen Angebots. So hat beispielsweise die ETH-Bibliothek die im Katalog nachgewiesenen E-Books in den letzten Jahren jeweils verdoppelt. 2008 wurden erstmals mehr elektronische als gedruckte Monographien gekauft und nachgewiesen.
Für die Auswahl von E-Books hat die ETH-Bibliothek umfangreiche Kriterien definiert. Zum Nachweis der einzelnen Titel von größeren E-Book-Paketen im Online-Katalog werden die Metadaten in einem komplexen halbautomatischen Verfahren eingespielt. Dabei gibt es für die gedruckte und die digitale Ausgabe jeweils nur eine einzige Titelaufnahme, so dass für Nutzer sofort zu erkennen ist, ob sie das Buch in gedruckter Form ausleihen oder auch direkt auf das E-Book zugreifen können. Ein zentraler Punkt für eine einfache Nachnutzung im Verbund ist die Verlinkung über einen Link-Resolver. Zur stabilen Erfassung der Nutzung von elektronischen Ressourcen wird die Kalkulation einer auf dem Median beruhenden Jahresnutzung beschrieben.
Naturgemäß sind beim relativ neuen Medientyp E-Book viele Entwicklungen noch nicht abgeschlossen und entsprechend viele Fragen offen. Sie reichen von der Gestaltung der Erwerbungsmodelle und der Prozesse von Literaturauswahl und -bearbeitung über mögliche Restriktionen bei der Nutzung und der Einbindung von frei verfügbaren Quellen bis hin zur Nutzung der E-Books in der Fernleihe und der Archivierung.

Schlüsselwörter: E-Books, Erwerbung, Lizenzierung, Medienbearbeitung, Nutzungsstatistik