Brauchen wir noch Wissenschaftsverlage?

Diese Aussage von Günter M. Ziegler aus dem Beitrag „Die Bedeutung der Verlage wandelt sich“ trifft es auf den Punkt!!

„Zurzeit lassen sich die meisten Verlage nicht für das Verlegen bezahlen, sondern für das Bereitstellen zum Lesen, nach dem „Subskriptionsmodell“. Sie bekommen die Ergebnisse der mit Steuern finanzierten Forschung von der Wissenschaft geschenkt – in Form von druckfertigen Aufsätzen. Der Verlag leistet relativ wenig, nimmt den fertigen Aufsatz dann aber in Geiselhaft: der publizierte Aufsatz verschwindet hinter einer Bezahlschranke, das Geschenkte wird den interessierten und steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürgern, der Wissenschaft und selbst den Autorinnen und Autoren also teuer zurückverkauft“.

Forschung & Lehre, 8.6.2019: „Die Bedeutung der Verlage wandelt sich“

Stärkung der Wissenschaft im Medizinstudium gewünscht

Der 122. Deutsche Ärztetag in Münster hat sich für eine Stärkung der Wissenschaft im Medizinstudium ausgesprochen. Im Masterplan Medizinstudium 2020 ist der Schwerpunkt auf den Praxisbezug beschrieben, jedoch darf dieser nicht zu Lasten der Wissenschaftlichkeit gehen. Praxisbezug und Wissenschaftlichkeit sind keine Gegensätze, sondern „essenzielle und komplementäre Bestandteile“ einer modernen ärztlichen Ausbildung.

F & L, 29.5.2019: Kein Medizinstudium ohne Wissenschaft