APC-Verwaltung im institutionellen Repositorium

Alexander WAGNER: APC-Verwaltung im institutionellen Repositorium

Zusammenfassung: Die Verwaltung von Publikationsgebühren stellt viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor große Herausforderungen. Durch die deutliche Zunahme von Publikationen, die im Bereich Gold Open Access über Article Processing Charges finanziert werden, besteht die Notwendigkeit eines Systems, um diese zu organisieren. Neben der reinen Verwaltung der Gebühren sollte ein weiteres Ziel in der Erhöhung der Sichtbarkeit sowohl der Publikationen als auch der Forschung an den eigenen Einrichtungen bestehen. Es ist daher naheliegend, dass insbesondere die Publikationen, für die größtenteils nicht unbeträchtliche Mittel aufgewendet werden, auch an der Institution selbst nachgewiesen und zugänglich gemacht werden. Letzteres geschieht in der Regel über das institutionelle Repositorium. In einigen Fällen (wie z.B. bei den JOIN²-Projektpartnern) stellen diese Repositorien gleichzeitig die für das Berichtswesen maßgebliche Publikationsdatenbank oder Hochschulbibliografie dar. Da diese Systeme bereits bibliografische Daten auf Artikelebene präzise abbilden, liegt es nahe, auch die Gebührenzahlungen direkt dort aufzunehmen. Dies erspart Doppelerfassungen, verhindert Inkonsistenzen und verbessert die Vollständigkeit. Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz von Repositoriumssoftware die Nachnutzung der Daten über standardisierte Schnittstellen. So können via OAI-PMH Publikationsgebühren offen bereitgestellt und beispielsweise von OpenAPC automatisiert und stets aktuell geharvestet werden, was zu einer Verbesserung der Markttransparenz beiträgt. Zu diesen Schlüssen kamen etwa zeitgleich die Universitätsbibliothek Regensburg und das JOIN²-Projekt. Wir stellen die jeweiligen Lösungen basierend auf EPrints in Regensburg und INVENIO für JOIN² vor und beschreiben die automatisierte Datenlieferung an OpenAPC.
Schlüsselwörter: APC-Verwaltung, institutionelles Repositorium

Der Kerndatensatz Forschung: Aufbau, Anwendung und die Rolle der Bibliothek (GMS MBI 2018/3)

Christoph Thiedig: Der Kerndatensatz Forschung: Aufbau, Anwendung und die Rolle der Bibliothek

Zusammenfassung: Mit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Spezifikation und Einführung eines „Kerndatensatz Forschung“ ist ein Prozess der Standardisierung von Forschungsinformationen im deutschen Wissenschaftssystem angestoßen worden. Der Beitrag gibt eine Einführung in den Kerndatensatz Forschung, geht auf den Entwicklungsprozess des Standards und seinen Hintergrund ein, beschreibt überblicksartig Struktur und Inhalte der Spezifikation und betrachtet vertiefend die Inhalte und Erfassungsanforderungen des Kerndatensatz-Bereichs „Publikationen“. Weiterhin widmet sich der Artikel dem derzeitigen Prozess der Implementierung des Kerndatensatz Forschung und beschreibt in diesem Zusammenhang Aufgaben und Unterstützungsangebote des Helpdesks. Abschließend thematisiert er die Rolle bibliothekarischer Expertise für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Standards im Kontext aktueller Entwicklungen in der deutschen Forschungsinformationslandschaft.
Schlüsselwörter: Kerndatensatz Forschung, Standard, Forschungsinformationen, Forschungsinformationssysteme, Informationsinfrastruktur, Forschungsberichterstattung, Helpdesk

Ein neuer Ansatz zur Integration von Verfügbarkeitsinformationen in Suchportale und Discovery Services (GMS MBI 2018/3)

Christoph POLEY: Ein neuer Ansatz zur Integration von Verfügbarkeitsinformationen in Suchportale und Discovery Services

Zusammenfassung: Die Kooperationspartner Universitätsbibliothek (UB) Regensburg und ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften haben gemeinsam einen Dienst entwickelt, mit dem es möglich ist, die freie Verfügbarkeit von mehreren Millionen Zeitschriftenartikeln und Zeitschriften vollautomatisiert zu ermitteln. Für dieses Projekt wurden die Kooperationspartner 2018 mit dem 2. Platz im Wettbewerb „Leuchtturmprojekte an Medizinbibliotheken“ ausgezeichnet.
Schlüsselwörter: LIVIVO, EZB, ZB MED, Elektronische Zeitschriftenbibliothek, Verfügbarkeiten, Verfahren, Workflow, Auszeichnung

RefHunter 2.0: Update des Manuals zur systematischen Literaturrecherche in Fachdatenbanken (GMS MBI 2018/3)

Thomas NORDHAUSEN und Julian HIRT: RefHunter 2.0: Update des Manuals zur systematischen Literaturrecherche in Fachdatenbanken

Zusammenfassung: Im Februar 2018 wurde RefHunter veröffentlicht, ein Manual zur Literaturrecherche in Fachdatenbanken. Ein Schwerpunkt des Manuals sind Datenbankinformationsblätter, in denen die Funktionen und Spezifika wichtiger Fachdatenbanken aus dem gesundheitswissenschaftlichen Bereich aufbereitet sind. Mit der gerade veröffentlichten Version 2.0 wurde das Manual erstmals aktualisiert sowie umfassend überarbeitet und erweitert.
Schlüsselwörter: systematische Literaturrecherche, systematische Übersichtsarbeit, Fachdatenbanken, Manual, Informationskompetenz

Die Umsetzung des UrhWissG bei subito – ein kurzer Blick in den Maschinenraum

Mark HOMANN: Die Umsetzung des UrhWissG bei subito – ein kurzer Blick in den Maschinenraum

Zusammenfassung: Am 1. März 2018 trat das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) in Kraft. Ein Ergebnis des UrhWissG war die signifikante Änderung des gesetzlichen Rahmens für die Dokumentenlieferung, weshalb subito gezwungen war, einige Änderungen an seinen Services vorzunehmen. In diesem kurzen Praxisbericht werden einerseits die Probleme vorgestellt, die sich für subito aus dem neuen Urheberrechtsgesetz ergeben. Andererseits wird beschrieben, wie subito seine Services an die neuen Bestimmungen angepasst hat. Dieser Artikel befasst sich speziell damit, wie das neue UrhWissG den Dokumentenlieferdienst subito in Deutschland verändert hat.
Schlüsselwörter: Urheberrecht, UrhWissG, subito, Dokumentenlieferung, Zeitungen, Zeitschriften, Bibliothekspraxis, Lizenzen, Bibliotheksrecht

Neuerungen im Urheberrecht für Bibliotheken (GMS MBI 2018/3)

Michael ERNST: Neuerungen im Urheberrecht für Bibliotheken

Zusammenfassung: Der Beitrag geht auf neue urheberrechtliche Erlaubnisse des „Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes“ (UrhWissG) ein und zeigt Gelegenheiten der praktischen Umsetzung innerhalb der Bibliothekslandschaft auf. Hierbei werden nach Möglichkeit Praxisbeispiele gegeben und Fallstricke aufgedeckt. Thematisiert werden u.a. Fernleihe und Kopienversand auf Einzelbestellung, Vertragsvorrang, elektronische Leseplätze, pauschale Vergütung und Einzelabrechnung.
Schlüsselwörter: Urheberrechtsgesetz, Schranken des Urheberrechts, gesetzlich erlaubte Nutzungen, elektronische Leseplätze, Kopienversand auf Einzelbestellung