Zur Zeit sorgt Fred Friend mit seiner Beitrag The elephant in the room für angeregte Diskussionen in in liblicense-l. Ich muß aber – wenn wundert’s? – die an “Gullibility” leidenden Bibliothekare in Schutz nehmen: Es sind nicht wir, die einseitig Big Deals auf Kosten der kleinen Verleger eingehen. Wir versuchen nur den Wünschen und Bedürfnissen [...]

DeepDyve-Review von Trading Knowledge

November 12, 2009 | Comments Off

DeepDyve – da muß man was drüber schreiben, vielleicht ist es ja die Zukunft des Publikationswesens oder wenigstens das Ende der Bibliotheken… Diesmal habe ich mich aber mit allen Reviews und Unkenrufen zurückgehalten – und siehe da: Frank Norman hat es in seinem Blog

Und es hört nicht auf, die Pharmabranche hat auch bei JAMA, NEJM, Nature Medicine und weiteren Top-Journals ihre Finger drin: Ghostwriting Is Called Rife in Medical Journals. By DUFF WILSON and NATASHA SINGER. NYT September 10, 2009. Langsam schämt man sich dafür, auf diesem Gebiet tätig zu sein.
[via @laikas ]

Foto: Michael Nielsen
Eine der meistgelesenen Blog Posts dieser Tage über die Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens ist Michael Nielsen’s Is scientific publishing about to be disrupted?. Im wesentlichen vergleicht er den gegenwärtigen Zustand der Publishign Industry mit dem der Zeitungsindustrie vor 5-10 Jahren und prophezeit damit ein Versagen der Verlags-Dinosaurier und die Übernahme durch flinke Start-ups. [...]

Andrew Spong macht sich in Societies deliver the value. Publishers value the delivery. Gedanken zu einer Studie von Wiley-Blackwell über “global economic downturn affecting scientific societies”.
Today, Wiley-Blackwell has published the results of a survey undertaken earlier this year of ‘47 officers from scholarly and professional societies ranging in size from less than 500 members [...]

A further argument against Jochum: Gavin Baker zitiert aus dem Manifest des World Social Forum (Belem, Brazil, January 27-February 1, 2009):

Humankind is suffering from an unprecedented campaign of privatization and commodification of the most basic elements of life: nature, culture, human work and knowledge itself. In countless arenas, businesses are claiming [...]

Florian Rötzer schreibt in Wie ehrlich sind Wissenschaftler? (02.06.2009 in Telepolis) über eine Plos One-Studie, die nahelegt, dass Wissenschaftler bei ihren Veröffentlichungen wahrscheinlich öfter die Daten manipulieren, als man meinen würde:
Betrügereien oder Fälschungen sind demnach gar nicht so selten, besonders anfällig ist dafür, wenig überraschend, die medizinische und pharmazeutische Forschung. Die bekannt gewordenen Fälle sind [...]

Peter Suber berichtet, dass am 26.Mai die University of California Libraries einen Open Letter to Licensed Content Providers geschrieben hat mit folgendem Inhalt (Fettdruck durch mich):

The University of California Libraries ask all information providers with whom we negotiate content licenses to respond to the major fiscal challenges affecting higher education in [...]

Ein sehr schöner Beitrag (leider finsterste Realität!) von Peter Murray-Rust, Should the Foology Society sell its journals to commercial publishers, A Scientist and the Web, May 17, 2009. (Fettdruck durch mich)
I received a request from a well-known learned society, which I will anonymise as the Foology Society … A well-known scientist and long-standing member [...]

Tenopir/King: Electronic Journals and Changes in Scholarly Article Seeking and Reading Patterns mit auch für Bibliotheken sehr interessanten Ergebnissen:

Scientists have substantially increased their number of readings.
Most additional readings are from:

Searching (as opposed to browsing) and citations
Library-provided articles.

Scientists read from a much broader range of sources of articles due to:

access to enlarged library electronic collections
online searching [...]

Während Nature noch die Correspondence eines belgischen Wissenschaftlers aufführt, die von der Überlegenheit des Toll Access über den Open Access in der Rezession faselt (mein leicht angenervter Kommentar ist in der Pipeline mittlerweile online), werden immer neue Informationen darüber bekannt, dass viele Verleger dieses Jahr ihre Preissteigerungen bei Null oder aber nur wenig darüber halten [...]

Peter suber weist auf einen interessanten Artikel von Gideon Burton hin: Conventional Scholarship as “Legacy System” and Open Access as “Middleware”:
… The restricted-knowledge model, inherited from print, affects not just the distribution of knowledge, but the nature and quality of its creation. Modern popular knowledge has been socialized through commenting and [...]

Aus liblicense-l:
The Rockefeller University Press, which publishes the Journal of Cell Biology, the Journal of Experimental Medicine, and the Journal of General Physiology, will freeze all subscription prices for 2010 at current 2009 rates. Online subscription prices for consortia and multi-site organizations will also remain the same if the number of site-equivalents is unchanged [...]

Peter Suber setzt in seinem letzten SOAN Newsletter (die Passage über die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Publikationswesen ist äußerst lesenswert) Hoffnung in die Tatsache, das Obama auch einmal Professor war und deshalb besser als Ölindustrielle (er meint wohl Cheney) verstehen würden, was Open Access ist. Naja, wenn ich da an unsere Verhältnisse denke, überkommt [...]

Anstatt der versprochenen 42 Tage von Einreichung bis zur Veröffentlichung des Manuscripts braucht BioMed Central nach Dong, Loh, Mondry Publication lag in biomedical journals varies due to the periodical’s publishing model nicht weniger als 139 Tage. (Nature nur 120 Tage, aber da gibt es Kritik an der Studie von Charlie Mayor) Comparing publication lag at [...]

Peter Suber vs. Umberto Eco

July 23, 2008 | Comments Off

Peter Suber zitiert ausführlich aus Arthur EGER: Database statistics applied to investigate the effects of electronic information services on publication of academic research – a comparative study covering Austria, Germany and Switzerland GMS Med Bibl Inf 2008;8(1):Doc07 (in medinfo reviewed) bei seinen – für Bibliothekare, die verstehen wollen, wie Wissenschaftler kommunizieren, hochinteressanten – Bemerkungen zu [...]

Ich habe mich oft gefragt, warum nur das wissenschaftliche Publikationswesen soo veränderungsunwillig, so change resistant und unflexibel ist. Wir alle haben uns das gefragt. Und die Antwort lautete immer gleich: publish or perish. Jeder verdiente an diesem System – Autoren und Verleger zuerst, aber auch Bibliothekare und Leser. Sozusagen eine Win-Win-Win-Win-Situation. (Und deshalb handelt [...]

Vlassov VV untersucht ua American Journal of Hypertension, British Journal of General Practice, The Lancet, and New England Journal of Medicine und kommt in Is Content of Medical Journals Related to Advertisements? Case-control Study. Croat Med J. 2007 Dec;48(6):786-90 zu dem Schluß, dass:
journal content is manipulated to place more emphasis on the advertisements

Mobipocket und Amazon

August 24, 2007 | Comments Off

“Was kann ich bitteschön dafür?”
(Foto: Wikipedia)
Jetzt ist Mobipocket bereits den 10. Tag nicht erreichbar. Leser wiesen mich daraufhin, dass Mobipocket ja zu Amazon gehört und richtig: 2005 übernahm Amazon-Gründer Jeff Bezos “für ‘n Appel und ‘n Ei” alle Mobipocket-Aktien des eBook-Verlegers Franklin. Finde ich sehr weitsichtig … damals. Jetzt könnte es sich als sehr kurzsichtig [...]

Taylor & Francis kauft Haworth Press

August 14, 2007 | Comments Off

Haworth Press, Inc. ist deswegen interessant, weil es eine Vielzahl bibliothekarischer Zeitschriften herausbringt (Serials, Medical Reference Quarterly, JERML, usw). Vielleicht haben wir hier mal einen positiven Merger-Effekt, z.B. dass die Haworth-Journale in die Nationallizenzen von T&F (nun 1.200 Titel und mit Springer gleichgezogen) reinrutschen. Aus der Pressemeldung:
The Haworth Press, Inc., publisher of 194 scholarly/academic journals [...]

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