Preissteigerungen bei Zeitschriften

Gestern erhielten wir von unserer Zeitschriftenagentur die Nachricht, dass sich ab 2011 beim Titel „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine“ der Abonnementspreis von ca. 550 € (2010, print) auf rund 10450 € (print + online) jährlich erhöhen soll. Die „American Thoracic Society“ verwendet jetzt ein „Tier“ (Preisgruppen)-Modell. Schlau ist auch, dass die Print-Ausgabe nicht mehr einzeln zu beziehen ist, sondern nur noch in Verbindung mit dem Online-Abo.
Und heute erhöht die AMA die Preise für zwei Titel von 580 € (2010) auf 950 € (2011) bzw. von 480 € (2010) auf 670 € (2011). Kann mir bitte jemand sagen, was da los sein könnte?

3 comments for “Preissteigerungen bei Zeitschriften

  1. Korwitz
    22. November 2010 at 4:32

    Es gilt immer noch das alte Prinzip „Take what you can get!“ Und: „Versuchen kann man es ja.“

  2. ob
    25. November 2010 at 5:25

    Rezession mit sinkenden Bibliotheksbudgets führt zu folgenden drei Reaktionen:
    1. Sinkende oder eingefrorene Preise (GutMenschVerlage, meist kleinere Fachgesellschaften)
    2. Steigende Preise, um den Gewinnrückgang aufgrund von Abbestellungen aufzufangen (siehe oben).
    3. Wechsel des Geschäftsmodells (-> Open Access, Sponsored Access, Einstellung des Erscheinens)

    Ich hoffe, dass all dies so eskaliert, dass es zu einer ordentlichen Marktbereinigung kommt. Nichts anderes kann die irrwitzige Preisblase im wissenschaftlichen Publikationswesen zum Platzen bringen.

    Ab 2011/2012 wird auch bei uns gespart werden müssen das Heulen und Zähneklappern anfangen. Die BSB macht es gerade vor …

  3. duda
    26. November 2010 at 9:18

    Auf meine Anfrage nach den Gründen für diese Preissteigerung habe ich übrigens von der „American Thoracic Society“ bis heute keine Antwort erhalten.

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