Thieme-Verlag läßt Online-PDF-Bibliothek langsam auslaufen

ks4813

Wie angekündigt hat der Thieme-Verlag seinen Onlinebücher eine neue, flash-basierte Plattform verpasst. Die doch erheblichen Nachteile für ihre Nutzer, die kurzfristige Ankündigung und die Umstellung mitten im Jahr haben bei Medizinbibliotheken in ganz Deutschland für Unmut gesorgt. Daraufhin (und wohl auch, um eventuellen rechtlichen Unklarheiten à la PDF gekauft, Flash geliefert zu entgehen) hat man bei Thieme die alte Onlinebibliothek nicht sofort abgeschaltet, sondern versucht den Übergang weicher zu gestalten. Die Thiemebücher stehen deshalb ab August unter zwei Adressen zur Verfügung; die alte Thieme-PDF-Onlinebibliothek soll erst im Herbst abgeschaltet werden. In einem Übersichts-Artikel finden Sie die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen System („neu“ klingt immer gut, „alt“ immer schlecht, … komisch). Bitte um Anregungen zwecks Vervollständigung.

Neue Auflagen und Titel werden aber nur noch in die neue Oberfläche eingespielt.

5 comments for “Thieme-Verlag läßt Online-PDF-Bibliothek langsam auslaufen

  1. CH
    9. August 2010 at 6:26

    Warum will Thieme eigentlich keine Apple-User? Bzw. nur, wenn sich diese persönlich registrieren, wenn die Aussage von Martin Spencker noch aktuell ist.

    Schließen sich die Nutzung von iPad und Thiemes eBooks in Zukunft tatsächlich aus? Das wäre – mit Verlaub – dumm von Thieme. Youtube & Co suchen Alternativen zu Flash und Thieme schwingt sich voller Enthusiasmus auf dieses sterbende Pferd.

  2. ob
    10. August 2010 at 1:54

    So ganz stimmt das wohl nicht. Wie fast alle Verlage zur Zeit plant auch Thieme/USA die Portierung ihrer Inhalte auf das iPad, zumindest des Atlas of Antomy (der amerikanische Prometheus). Bisher sind sie aber über ein proof-of-concept (auf das Steve Jobs reinfiel) noch nicht hinausgekommen.

  3. CH
    10. August 2010 at 3:09

    Danke für die Info! Ich bin dennoch gespannt, wie das genau aussehen wird. Und besonders überzeugend finde ich das Konzept „1 App pro Verlag“ aus Nutzersicht auch nicht.

  4. Bruno Bauer
    11. August 2010 at 5:06

    Bei aller berechtigten Kritik an der Flashversion – die neue Thieme E-Book Library bringt auch spannende Innovationen und zeigt Perspektiven fuer elektronische Buecher auf. Zu nennen sind etwa die Möglichkeiten, persönliche Notizen und Lesezeichen anzulegen oder eigene Dokumente hochzuladen (selbstverständlich erst nach Registrierung möglich und sinnvoll).

  5. ob
    16. August 2010 at 8:45

    Ja, es tut sich viel. Wir befinden uns zur Zeit auf einer Art Blindflug. Wir wissen zwar genau, was Bibliothekare wollen, aber nicht, was unsere Nutzer wollen. Ich warte ja mit Spannung auf die Ergebnisse der respektiven Highwire-Studie.

Comments are closed.