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Medizinforschung für den Papierkorb
June 16, 2009 | Evidence-based-Medicine | obst | 1,513 Aufrufe
Leonardo berichtet ohne Angabe eines genauen Zitats (und ich habe es auch nicht finden können
):
Viele klinische Studien, mit denen Medizinforscher nach besseren Behandlungsmethoden suchen, sind für Ärzte und Patienten unbrauchbar. So lautet das Urteil zweier Professoren der Universität Oxford. Sie haben unter anderem die Auswahl der Fragen untersucht, auf die Forscher mit klinischen Studien eine Antwort suchten, sie analysierten, ob die Forschungsmethoden gut und richtig waren, und ob die Ergebnisse angemessen veröffentlicht wurden. Eines der Ergebnisse: Nur in neun von mehr als 340 untersuchten Studien gingen die Forscher überhaupt auf die Bedürfnisse von Ärzten und Patienten ein – und auch da lagen sie oft dramatisch daneben. So erhoffen sich zum Beispiel bei einer häufigen Knieerkrankung die weitaus meisten Patienten und Ärzte dringend Fortschritte in der Chirurgie und Physiotherapie. Aber die meisten Studien beschäftigen sich mit neuen Medikamenten. Studien mit enttäuschenden Ergebnissen würden oft nur wenig bekannt gemacht. Oft wären auch die Berichte unzureichend verfasst, schreiben die Autoren. Quelle: The LancetTags: Klinische Studien, Lancet, Medizin
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Comments
3 Comments so far

Ich denke es handelt sich um:
Avoidable waste in the production and reporting of research evidence
The Lancet, In Press, Corrected Proof, Available online 12 June 2009
Iain Chalmers, Paul Glasziou
http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(09)60329-9
Viele Grüße und danke für den Hinweis
Danke!! Hier ist die Lancet-URL.
“Wer die Musik bezahlt bestimmt was sie spielt” – wer soll denn die fehlenen Studien zu Themen, die nicht unbedingt einen “blockbuster-Markt” öffen finanzieren? Die öffentl. Hand will nicht, die Kassen dürfen nicht…