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Beer-Review statt Peer-Review: Der Elsevier/El-Naschie-Fall
January 23, 2009 | Fun, Publikationswesen, Refs | obst | 5,488 Aufrufe

(c) Daniel Mojon
Die vereinigte Blogosphäre (und auch ZEITungen) hatten sich ja letztlich köstlich über Elsevier amüsiert. Da wollte ich nicht auch noch in die Kerbe hauen, zumal ich etwas spät dran war. Aber heute fiel mir obiger Cartoon in die Hände, der die ganze Geschichte trefflich charakterisiert.
Also, was war los? Geht es gegen Open Access, ist Elsevier immer schnell mit dem Vorwurf bei der Hand: “Die machen kein ordentliches Peer-Review und veröffentlichen nur minderwertige Forschung.” Nun stellte sich heraus, dass die Elsevier-Zeitschrift Chaos, Solitons and Fractals (mit einem respektablen Impact von 3,025, aber das ist eine andere Geschichte) über Jahre wohl gänzlich ohne Peer-Review auskam, da der Herausgeber identisch mit dem fleissigsten Autor war. El-Naschie, so heißt der smarte Knabe, ist nun zurückgetreten worden als Herausgeber. Begrenzung eines Schadens, der noch lange nachwirken wird, und der kompletten Zunft einen Bärendienst erwiesen hat.
Da fällt mir die Nature Publishing Group ein. Vielleicht ist deren Modell, alles inhäusig zu editieren, doch besser als das blosse Vertrauen auf die Wissenschaftler, so nach dem Motto: Ihr macht das Wissenschaftliche, wir das Geschäftliche. [Danke an Lothar und Betty für den Hinweis]
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Comments
6 Comments so far

Der ZEIT Artikel über Hr. Mohammed S. El-Naschie, den größten Physiker unserer Zeit wurde nun endlich entfernt. Es ist eine Schande wie die Neider Hr. El-Naschie immer wieder den Nobelpreis vorenthalten. Es muss mit seinem Einsatz für Israel zu tun haben oder damit, dass er Muslim oder Araber ist. Seine Theorien sind bahnbrechend und jeder der das nicht findet ist doof. Und wird verklagt. Die ZEIT hat jetzt eingesehen, wer hier den Längeren hat. Hr. El-Naschie lässt sich doch nicht von einer renommierten deutschen Wochenzeitung diktieren, was wahr ist und was nicht. Er ist der Erfinder unzähliger nach ihm benannter Theorien! Er hat in sich schon irgendwie immer recht! Und das kann er auch mit Geld und Einfluss gegenüber der ZEIT durchsetzen. Und Hr. El-Naschie hat als Leidtragender nun irgendwie im Nachhinein logischerweise auch das Recht, den Autoren Hr. Drösser mit Hitler zu vergleichen. Zum Beispiel hier in diesem Blog: http://www.sciam.com/article.cfm?id=the-self-organizing-quantum-universe
Wie auch immer. Das Gute hat gesiegt. Nieder mit der Wahrheit, der Pressefreiheit und dem LHC! Jeder der das anders sieht ist ein Nazi!
Es lebe das Selbstplagiat und der Wissenschaftsbetrug!
Wunderbar!
Haha! Manchmal ist Lachen die beste Medizin. Vielen Dank für diesen Beitrag. Die Zeit prüft derweil die Rechtssituation und wird dann entscheiden, wie sie weiter vorgeht.
Ändern Sie lieber bei Hr. Rössler im Kommentar oben den Satz “El-Naschie hat als Leidtragender” in “El-Naschie hätte als Leidtragender” oder entfernen Sie den Kommentar. Denn derjenige, der Hr. Drösser in den SCIAM Kommentaren mit Hitler vergleicht versteckt sich hinter einer Scheinidentität, und zur Zeit liegt auch keine IP-Adresse vor. Es ist also nicht nachzuweisen, dass Hr. Mohamed S. El-Naschie diesen Vergleich angestellt hat. Und seine Anwälte Howrey LLP sind dabei, das Netz nach dieser Formulierung zu scannen. Dort oben steht zwar nur, El-Naschie hat das Recht, aber wer weiß, sicher ist sicher. Eins ist klar: Hr. El-Naschie ist vielleicht nicht besonders hell, aber er hat Geld und ein sehr großes Ego!
Ich lache aber lieber als Angst zu haben.
Der ZEIT Artikel über Mohamed S. El-Naschie ist wieder online! Es wurde fast nichts geändert!
So, und nun kommen Sie, Hr. Rössler, Hr. Naschie und wie Sie alle heißen, was sagen Sie dazu? Hat sich Howrey LLP gegen Sie verschworen? Oder haben die Sie reingelegt? In den SCIAM Kommentaren (Link siehe oben) haben Sie das doch alles ganz anders erzählt!? Was stimmt denn nun?
Viele Grüße
Martin Klicken