JISC Academic Database Assessment Tool

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Mit ADAT kann man den Abdeckung und Überlappung von bibliographischen Datenbanken miteinander vergleichen. Enthalten sind zur Zeit BIOSIS Previews, British Education Index, British Humanities Index , BHI), Compendex, EconLit, EMBASE, GEOBASE, Inspec, International Bibliography of the Social Sciences (IBSS), ISI Web of Science, MLA International Bibliography, Scopus, Sociological Abstracts, ABI/INFORM, Business Source Premier.

Ich würde mir noch Medline wünschen …

Man kann auch Datenbank- und e-Book-Plattformen in Kriterien wie Access Control, Search, Restriction, etc. untereinander vergleichen.

5 comments for “JISC Academic Database Assessment Tool

  1. B.-C. Kämper
    31. Januar 2008 at 10:20

    Leider völlig unbrauchbar, jedenfalls bei unkritischer Benutzung, wozu die einfache Handhabung eines solchen Tools natürlich verführen wird. Was nutzen aber all die schönen Visualisierungen der Überschneidungen und Schnittmengen, wenn die Basisdaten dafür ohne Nachbearbeitung völlig ungeeignet sind.

    Man kann Datenbanken nun mal nicht zuverlässig vergleichen, indem man die von den Anbietern gelieferten Daten „as is“ verwendet, auch nicht mit den zugrundegelegten einfachen Vergleichsverfahren und Entscheidungsbaum. Ich weiß bspw. aus eigener Anschauung und detaillierter Prüfung, dass der Overlap zwischen Scopus und ISI Web of Science sehr viel höher ist als sich mit diesem Tool ergibt. Das passt nicht mal ungefähr.

    Ein unabhängiger Provider wie z.B. Ullrichs ist als einziger in der Lage, den Aufwand zu betreiben, alle Listen mit der eigenen Datenbasis abzugleichen und darauf abzubilden. Erst nach einer solchen Abbildung, die ohne manuelles Nacharbeiten und Einpflegen eben nicht zu haben ist, kann man sinnvoll vergleichen. Wenn das was werden soll, müsste ADAT/JISC schon zum Konkurrenten von Ullrichs werden und eine eigene Masterdatenbank aufbauen und pflegen.

    Es würde auch schon helfen, wenn Key Resources wie die ISSN Datenbank frei zugänglich würden. Aber wo kämen wir denn dahin? Da sei der Bürokratismus der Bibliotheken davor. Es ist doch völlig absurd, dass eine Ressource, die als Normdatenbank geradezu prädestiniert wäre und nach Freigabe im Web zur allgemeinen Nachnutzung geradezu schreit, nur sekundär genutzt wird und an den meisten Bibliotheken nicht mal den Katalogisierern zur Verfügung steht, und Bibliotheken ansonsten nach Autopsie katalogisieren, was immer da als ISSN halt so eingedruckt wird.

  2. ob
    31. Januar 2008 at 10:36

    Danke, Herr Kämper, für diese kritische Analyse. Nach der ersten Euphorie über dieses Tool hat sich bei mir auch wieder die Ernüchterung eingestellt, zumal das wichtigste – die genau betroffenen Zeitschriften – fehlen. Welche Zeitschriften überlappen und welche unique sind, ist doch gerade eine unverzichtbare Hilfe bei Datenbankkäufen.

  3. bck
    31. Januar 2008 at 1:04

    Doch, diese Info gibt es schon. Die generierten Venn-Diagramme sind dynamisch mit der Datenbank bzw. den Outputs ihrer Recherche verlinkt, wenn Sie reinklicken, erhalten Sie die betreffenden Titellisten. Wenn man die angeblich nicht überlappenden Mengen anschaut und die Titel durchsieht, wird man als Kenner der betreffenden Datenbanken schnell Titel finden, die eben doch drin sind. Was die Identifizierung über ISSNs betrifft, so gibt es ja nicht nur das Problem, ob Print oder E-ISSNs genommen werden, sondern auch, dass mit der Publikationsgeschichte eines Titels verschiedene ISSN verknüpft sind (oder gar falsche ISSN) – und die eine Datenbank nimmt die älteste ISSN, die nächste eine jüngere, etc. Das wird völlig uneinheitlich gehandhabt, und die ISSN-Datenbank, welche transparent macht, welche ISSN zu einer „Familie“ gehören, steht nicht zur Verfügung. Man bräuchte mindestens noch ein Fuzzy Matching, mit dem auch die Zeitschriftentitel in den Vergleich einbezogen werden, und die Datenbank müsste so aufgesetzt sein, dass sie zweifelhafte Fälle zu isolieren ermöglicht und einem mögliche matching Kandidaten anbietet, dann wäre das wenigstens ein hilfreiches Werkzeug, was das mühsame Geschäft der Nachbearbeitung etwas erleichtern würde. Aber wie gesagt, ich halte mehr davon, auf professionelle Dienstleister zu setzen, die dieses Matching machen. Das ist nämlich absolut nicht trivial und nicht „mal nebenbei“ zu machen.

  4. ob
    31. Januar 2008 at 1:09

    Die benutzte Methode ist wie folgt:
    To enable this comparison, the service needs to join together titles from different suppliers ‘behind the scenes’. It does this based on some simple rules:
    * If Print ISSN is provided, join on Print ISSN.
    * If Online ISSN is provided, and there is no Print ISSN, join on Online ISSN.
    * If there is no Print ISSN and no Online ISSN, join on Title
    .

    JISC wusste wohl, worauf man sich einließ und schrieb: Users should note that this comparison method relies upon ISSNs being consistently and correctly listed by all database suppliers. Comparisons may fail to identify title overlaps in the following cases:
    * If a title has been listed by the database supplier with an incorrect ISSN.
    * If an ISSN has not been supplied, and if the title provided does not match exactly the title used in other databases.

  5. TD
    29. Februar 2008 at 3:44

    Hallo,

    unser Tochterunternehmen Serials Solutions (u.a. Ulrichs) hat ein Tool im Programm mit volgenden Funktionen:

    – Abdeckung und Überlappung von Datenbanken
    – Liste mit genau betroffenen Zeitschriften (sowohl Überlappung)
    – Detail Angaben betreffend „Coverage Dates“ – bis auf den Tag genau
    – genaue Analyse mit den „Library Holdings“ oder zwischen zwei oder mehr Datenbanken

    Uebrigens verwendet Serials Solution nicht die ISSN sondern benutzt einen eigenen „Identifier“ weil ISSN nicht geeignet sind fuer solche analysen wie sehr schoen erklaert durch „bck“.

    Mehr Informationen unter http://www.serialssolutions.com
    MfG
    TD

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