Abstimmung: Worauf verweisen Sie, wenn die Online-Fernleihe ausfällt?

Es kursieren ja nun widersprüchliche Meldungen über das Ende der Online-Fernleihe und subito (Gesetz versus Vertrag, 12. Juli versus Oktober) und Musterbriefe werden zuhauf Richtung Bundestag geschickt. Was mich nun interessiert, sollte es tatsächlich zum Fall der Fälle kommen: Worauf verweisen Sie einen Nutzer, wenn die Online-Fernleihe/subito-Mail wirklich ausfällt? Es gibt ja eine ganze Reihe von Alternativen – auch elektronischer Art – die zwar nicht so konkurrenzlos günstig sind wie das bisherige Schlaraffenland (was den Verlagen ein steter Dorn im Auge war und wohl auch das Ende der Online-Fernleihe zum Selbstkostenpreis beschleunigt hat), aber auf solider vertraglicher Tantiemen-Basis stehen: Diese kommerziellen Lieferdienste heißen Infotrieve, BLDSC oder CISTI. (demnächst habe wir vielleicht die bizarre Situation, dass Artikel aus ZB Med-Zeitschriften nur noch von Infotrieve per Email geliefert werden. Wie ich gerade gehört habe, darf Infotrieve Bestände der ZB Med nur als Papierkopie liefern)

7 comments for “Abstimmung: Worauf verweisen Sie, wenn die Online-Fernleihe ausfällt?

  1. Korwitz
    4. Juli 2007 at 2:49

    Es ist noch nicht aller Tage Abend:
    subito verhandelt zurzeit mit dem Börsenverein und STM Stichting über günstige Konditionen für E-Mail-Lieferungen an Studierende und sonstige Hochschulangehörige. Hier wird sicherlich bald etwas Positives zu vermelden sein.
    Alle anderen Lieferanten sind erheblich teurer; Post- und Faxlieferungen sind zwar etwas altertümlicher und ein klein wenig langsamer, aber haben nicht viele Endnutzer ihre Aufsätze doch immer noch ausgedruckt und abgeheftet ?

  2. MS
    4. Juli 2007 at 3:33

    Lieber Herr Korwitz, es gibt, wie Sie wissen, jede Menge subito-Kunden außerhalb von Hochschule und Studium, für die wahrscheinlich nichts Positives zu vermerken sein wird…

    Und das mit Post- und Fax meinen Sie doch nicht wirklich ernst?

  3. 6. Juli 2007 at 1:16

    Herr Korwitz,
    kann man den für den Kopienversand dann auch die elektronische Bestellung der ZB Med nutzen oder geht das wieder nur über Leihschein?
    Herzlichen Gruß!

  4. CH
    6. Juli 2007 at 2:46

    @MS:
    Ernst meinen kann man das nur, wenn man fast alle Vorteile, die die elektronische Lieferung bietet, nicht wahrnehmen möchte, z.B.:
    – Schnelle Lieferung
    – Leichte Selbstarchivierung

  5. 6. Juli 2007 at 9:28

    Da wir bei uns einen Fax-Server haben, werden wir einfach darauf ausweichen.
    Die Studenten werden sich selber helfen: Ich vermute mal, dass der Anteil von gescannten Zeitschriftenaufsätzen usw. in den Tauschbörsen eklatant zunehmen wird – auch wenn das natürlich illegal ist.

  6. Korwitz
    7. Juli 2007 at 8:06

    Das war ein wenig Galgenhumor. Aber zur Realität: Faxlieferung ist auch schnell und man kann mit einem digitalen Fax ja schon etwas anfangen. Postlieferung ist am nächsten Tag im Haus und hat einfach die beste Qualität (in dpi).
    Das ist natürlich kein endgültiger Trost, aber wir machen das Beste aus der Situation.
    subito-Kunden außerhalb der Hochschulen werden – so der politische Wille – mehr zahlen müssen. Die Bibliotheken jedenfalls haben dies nicht gewollt.

  7. Reissland
    10. Juli 2007 at 9:00

    Die Bibliotheken haben nicht gewollt, daß Kunden außerhalb der Hochschulen mehr zahlen müssen – sie haben sich aber auch nicht nennenswert für diese Kunden (die ja schon immer mehr zahlen mußten und damit wohl nicht unerheblich Geld zu den Bibliothekstöpfen beigesteuert haben) eingesetzt. Hochschulbibliotheken können sich wenigstens zu Konsortien zusammenschließen, diese Möglichkeit ist Firmenbibliotheken verwehrt. Es ist bedauerlich, daß die forschende Industrie in Deutschland immer wieder bei diesen Diskussionen vergessen wird (und die Faxkopie lasse ich lieber mal unkommentiert).

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