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BSB öffnet Fachportal BioMedLit mit Rechercheeinstieg

16. March 2007 by ob | Kategorien: Bibliotheken, Fernleihe, Refs

Mit BioMedLit bewirbt die Bayerische Staatsbibliothek einen “neuen Dokumentlieferdienst für die Life Sciences”. Wenn man genauer hinschaut, ist der Lieferdienst an sich gar nicht so neu, es handelt sich dabei nämlich um subito. Neu ist das Portal, das die BSB dafür gebaut hat und vor allem der “Rechercheeinstieg Fachportal BioMedLit“. Es handelt sich aber nicht um “verschiedene” Life Science Datenbanken, sondern bisher nur um PubMed - das wird sich aber wohl noch ändern, nach der Ankündigung zu urteilen. BioMedLit war aber (wohl aufgrund einer fehlenden Trunkierungsmöglichkeit) nicht in der Lage, bei einem Test mit der Autor-Suche alle meine PubMed-Artikel zu finden. Hier muß schleunigst noch nachgebessert werden! Überdies war die beworbene Aufsatzdatenbank des BVB nicht in Münster zugänglich, diese ist offenbar nur für die BSB-Nutzer frei. Eine Frage, die mich noch bewegt: Ist es purer Zufall, dass dieses Portal just zwei Wochen nach der Einigung DBV-Börsenverein (und damit einer gewissen rechtlichen/finanziellen Sicherheit) lanciert wurde?

Unter dem Namen BioMedLit bietet die Bayerische Staatsbibliothek ein neues Recherche- und Bestellportal an. BioMedLit ermöglicht den schnellen und komfortablen Zugriff auf den größten biowissenschaftlich-medizinischen Zeitschriftenbestand Kontinentaleuropas. Die Stärke dieses Bestandes ist darin zu sehen, dass er nicht nur die medizinischen Zeitschriftentitel in höchster Vollständigkeit aufweist, sondern auch das weite naturwissenschaftliche Umfeld von der Biochemie bis zur Biophysik und der Pharmakologie nahezu zur Gänze umfasst. Wer auf Vollständigkeit gepaart mit großer Schnelligkeit Wert legt, der wird an diesem Angebot nicht vorbeikommen. Hier können mit einer einheitlichen Suchoberfläche verschiedene Datenbanken aus dem Bereich der Life Sciences sowie der Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek mit rund 9,3 Millionen bibliographischen Einheiten gleichzeitig abgefragt werden. Eine Eilbestellung wird an Werktagen innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und geliefert. Das Datenbankangebot des Portals ist bewusst sehr schlank gehalten und wird die wichtigsten medizinischen und biowissenschaftlichen Datenbanken umfassen. Zielgruppen des Portals sind neben Forschung und Industrie auch Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte. Sie finden BioMedLit unter auf der Homepage der Bayerischen Staatsbibliothek.

Tags: Biomedlit, BSB, Fernleihe, PubMed, subito, ZBMED

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2 Responses to “BSB öffnet Fachportal BioMedLit mit Rechercheeinstieg”

  1. on 18 Mar 2007 at 5:091Berthold Gillitzer

    Der Einwand, dass der Dienst nicht neu ist, ist korrekt. Auf was es der BSB ankommt, ist die Tatsache, dass ihre sicherlich herausragenden Bestände im Bereich der Biowissenschaften mit der Recherche in Fachdatenbanken verknüpft werden. Das war bisher noch nicht der Fall. In der Tat sollen noch weitere, wenn auch wenige Fachdatenbanken dazukommen. Die Zugänglichkeit ist natürlich auch bei den weiteren Datenbanken eine lizenzrechtliche Frage.
    Der Zeitpunkt der Betriebsaufnahme des Portals ist tatsächlich ein Zufall, wenn auch vielleicht ein glücklicher. Schließlich musste (und muss, wie man an der trunkierten Autorensuche sehen kann; vielen Dank für den Hinweis) an der Einbindung von Datenbanken gefeilt werden. Die Fertigstellung der ersten Phase des Portals war deshalb sicherlich nicht mit den Verhandlungen des DBV mit dem Börsenverein zu synchronisieren.
    Dabei stellt sich für mich noch eine spannende Frage: Wieviel rechtlich/finanzielle Sicherheit bietet die Einigung des DBV mit dem Börsenverein wirklich? Wird das Gesetzgebungsverfahren sich an diesen Vorgaben orientieren?

  2. on 19 Mar 2007 at 10:162ob

    Die Einigung des DBV mit dem Börsenverein ist ein Schwenk in eine sicherere Richtung, aber das BMJ hat ja schon durchdringen lassen, dass es sich sehr genau überlegen will, ob die Einigung das Gelbe vom Ei ist.
    Danach kommt dann mit den Verhandlungen über die Höhe der Verlagstantiemen die eigentliche Nagelprobe.

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