Blackwell block access to Chemport users

Blackwell bzw. sein Service Provider Atypon haben wohl offensichtlich noch immer Probleme mit ihren Anti-Spider-Schutzvorrichtungen. Wie jetzt bekannt wurde, blockt Blackwell Synergy Nutzer, die Chemport (eine Art Link Resolver von FIZ Karlsruhe) installiert haben.

Für mich macht es überhaupt keinen Sinn, seine Zeitschriften mit solch „scharfen“ Mechanismen zu schützen. Der Aufwand, die Verärgerung der Kunden und der subsequente Reputationsverlust steht in keinem Verhältnis zum fraglichen Nutzen bzw. Schaden. Mir stellt sich die Frage: Welchen Schaden hat ein Verleger, wenn ein Wissenschaftler alle Jahrgänge einer Zeitschrift herunterlädt? (Die außergewöhnlichen Nutzungsspitzen jeder zehnten Zeitschrift von uns könnten auf solch systematischen Downloads beruhen.) Im Zeitalter von Embargo-Journals und Open Access kann ich mir nur vorstellen, dass es die vielen Fachgesellschaften bei Blackwell sind, die um ihre Inhalte (und damit um ihre Existenz) mehr oder weniger irrational fürchten.

Zum anderen ist mir die Art und Weise, wie Atypon eine angebliche Spideraktivität feststellen will, äußerst suspekt. Es beruht wohl auf einem unsichtbaren Pixelbild, das in der Seite versteckt ist. Bei normaler Nutzeraktivität soll es nicht angeklickt werden können, nur bei automatisierten Downloads ganzer Seiten wird es mit gespeichert und löst dadurch den Blockierungsmechanismus aus. Verstehe ich nicht, klingt irgendwie unlogisch. Was ist, wenn ich durch Zufall doch auf diesen Pixel klicke, was ist, wenn ich die komplette Seite im Browser manuell abspeichere? Was ist, wenn ein Browser die Seiten pre-cached?

Bin gespannt, wie sich das nach der Übernahme durch Wiley entwickelt…

Google’s and my English:

Blackwell and/or its service Provider Atypon have obviously still problems with their anti-spider-mechanism. As admits now became, Blackwell Synergy blocks users, who installed Chemport (a link resolver of FIZ Karlsruhe). For me it makes at all no sense to protect its magazines with such “keen” mechanisms. The expenditure, annoying the customers and the subsequente decrease in reputation stands in no relation to questionable benefit and/or damage. The question arises to me: Which damage does a publisher observe, if a scientist downloads all volumens of a journal? (The extrem usage of each tenth of our journals could be based on such systematic downloads.) In the age of embargo journals and Open Access I can only imagine that the many academic societies dealing with Blackwell are afraid for their contents (and thus afraid of their existence) more or less irrationally. On the other hand, the anti-spider-mechanism of Atypon is to me extremely suspect. It is probably based on an invisible pixel, which is hidden in the side. With normal user activity it could not be clicked on, only with automated downloads of the whole side. I do not understand this, it sounds somehow illogical. What is, if I click by accident nevertheless on these pixels? What is, if I manually store the complete side in the browser? What is, if a browser pre cached the side?

I’m curious, how it develops after the merger with Wiley…

1 comment for “Blackwell block access to Chemport users

  1. bck
    8. Februar 2007 at 9:30

    Der Einsatz eines Linkresolvers wie ChemPort hat in meinen Augen rein gar nichts mit dem Herunterladen kompletter Jahrgänge zu tun. Das letztere passiert typischerweise im Zusammenhang mit dem Einsatz von site grabbing tools, nicht bei normalen Datenbank-Recherchen via SciFinder o.ä. Ich werde das mal testen, ob das bei uns auch so ist …

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