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Jan Velterop once again on journal value

1. February 2007 by ob | Kategorien: Open Access, Publikationswesen, Refs

Kurz nach seinem Kommentar in medinfo weist Jan Velterop in Parachute auf die merkwürdige Wahrnehmungsdichotomie des Wertes einer Zeitschrift hin:

From comments I come across on email lists and blogs, I detect two – conflicting – trends. One is the growing tendency to put a value on a journal according to the number of article downloads; the other a desire to base journal pricing on the actual production cost …

Er argumentiert weiter, dass wenn der Wert einer Zeitschrift oder eines Artikels in der Zahl seiner Downloads läge, eine hohe Nutzung auch einen hohen Wert und damit auch einen hohen Preis implizieren würde. Naja, wie analysiert, gibt es im Academic Publishing keine freien Markt und damit keine Automatik zwischen Wert und Preis (Ausnahmen wie Nature bestätigen eher die Regel).

Und dann das Problem der Einschaltquoten! Impacts und Downloads korrumpieren Editoren - dass dies wirklich ein flächendeckendes Problem ist, wag ich zu bezweifeln, aber vielleicht ist mein Glaube an die Wissenschaft und wissenschaftliche Journale auch nur zu naiv und es ist längst alles nur Geschäftemacherei.

Should value be defined by downloads, then it is inevitable that decisions to publish will be influenced by the perceived ‘download potential’ of articles.

Dann enttäuscht mich Jan Veleterop auch doch, als er das altbekannte, abgedroschene Argument bemüht, nicht die Verlage, sondern die Bibliotheken hätten die Zeitschriftenpreiskrise hervorgerufen:

Due to unremitting annual cancellation rounds, if publishers wanted or needed to maintain the same income to keep a journal going, they had to secure that income from fewer subscriptions. Year on year. Voilà, the serials crisis.

Seit der APE2006-Konferenz (bzw. seit der Buffetrede von Pieter Bolman) wissen wir aber gottseidank, dass Verleger intern über das Ende der fetten Jahre sinnieren, und darüber, dass sie in den vergangenen Jahrzehnten vielleicht zu sehr “abgesahnt” haben. Die flachen Bibliotheksetats (und Open Access) haben sie jetzt anscheinend sehr unsanft aus diesen fetten Träumen geweckt.

Tags: Open Access, Publikationswesen, Referenzen

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