In einer gemeinsamen Presseerklärung haben subito und der stm-Verband gestern bekanntgegeben, dass eine Lizenzvereinbarung über die subito-Dokumentlieferung mit bisher 21 führenden stm-Verlagen getroffen wurde. Danach sind die subito-Lieferbibliotheken berechtigt, Zeitschriftenartikel dieser Verlage zu vervielfältigen und per Post, Fax und elektronisch an europäische Endkunden direkt und an Bibliotheken in Europa zu ersenden. Die Endkunden zahlen dabei die von den Verlagen je nach Zeitschriftentitel festgelegten Tantiemen, europäische Bibliotheken pro Artikel einen festen Satz von 3,50 € im ersten Jahr und 4 € im zweiten Jahr. Ein DRM ist einzusetzen. Europa umfasst hierbei auch Russland.

Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein sind von der Lizenzvereinbarung nicht betroffen. Hier stehen sich die Parteien vor Gericht gegenüber, eine Klärung ist erst in einigen Jahren zu erwarten. Ein DRM wird hier nicht eingesetzt werden.

Siehe auch Artikel im Börsenblatt, 30, 2006, S. 9

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1 Comment so far

  1. ob on July 28, 2006 8:36

    Potzblitz – das ist eine Nachricht! Wie ist die Einigung zu bewerten? subito/Dugall feiert dies als Erfolg. Mich würde nun interessieren, welche Verlage im Boot sind und wie hoch die Endnutzertantiemen genau sind – auch im Vergleich zu Konkurrenten wie Infotrieve oder British Library. Eins scheint jedenfalls klar zu sein: Da subito nun dem Endkunden deutlich mehr in Rechnung stellen muß, holt die Konkurrenz auf und das Bestellaufkommen wird nicht wieder so groß werden wie vor dem Aussetzen der Auslandslieferung. Ein Pyrrhussieg, der die Entwicklung in Deutschland vorwegnimmt?

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