Open Access und Massenvernichtungswaffen: Information will kill us

Neben den üblichen drei Open Access-Antagonisten: 1. Der enthusiastisch-visionäre Wissenschaftler/Verleger, 2. Der entrüstet-profitorientierte Wissenschaftler/Verleger und 3. Der abwartende Bibliothekar, scheint sich nun eine vierte Front zu etablieren: Die nationale Sicherheit. Hier geht es nicht um Peanuts wie steigende oder fallende Preise oder eine bessere oder schlechtere Wissenschaft, hier geht es um’s nackte Überleben.

We have to get away from the ethos that knowledge is good, knowledge should be publicly available, that information will liberate us… Information will kill us in the techno-terrorist age, and I think it’s nuts to put that stuff on Web sites. -Bioethicist, Arthur Caplan, November 2001.

Das Problem von dual use*, bulk downloading of scientific articles* und WMD* thematisiert nun Brian J. Gorman im aktuellen Themenheft von I/S: A Journal of Law and Policy for the Information Society: „Federal Secrecy After September 11 and the Future of the Information Society“ Volume 2, Issue 1 (2006): : Biosecurity and Secrecy Policy: Problems, Theory, and a Call for Executive Action.

  • „Dual use“: wissenschaftliche Informationen können zum Guten oder zum Bösen verwendet werden.
  • Bulk downloading ist ein ständiges Thema in Bibliotheken (aber weniger in Open Access).
  • WMD: Weapon of Mass Destruction

1 comment for “Open Access und Massenvernichtungswaffen: Information will kill us

  1. DZ
    10. April 2006 at 11:03

    Die Welt ist so oder so schlecht, aber ich glaube ich ziehe eine freie Informationswelt jederzeit der Geheimbündelei von Regierungen vor: denn diese wohl ist nicht minder lebensbedrohend, wie die Vergangenheit lehrt
    🙁
    Aber „Information will kill us in the techno-terrorist age“ klingt schon ein wenig…nun ja… paranoid.

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