medinfo als Podcast

MP3
Faellt unter die Rubrik „Was es nicht alles gibt“: Man kann sich die Beitraege von medinfo nun auch vorlesen lassen. Oder auf seinen iPod herunterladen. Ein neuer Service namens RSS DJ, zur Zeit noch im Alpha-Stadium, erlaubt die Umwandlung von beliebigen RSS-Feeds in Podcasts (gesprochenen RSS-Feeds). Bei den deutschen medinfo Beitraegen hoert sich das schimmelig an (mein Favorit ist die Elsevier-Umfrage 😀 ), vor allem weil auch die Umlaute nicht erkannt werden, bei den Englisch-sprachigen geht es aber erstaunlich gut. Ich habe einige MP3s zum geneigten Hoeren mal spasseshalber eingebunden (s.u.). Gesamter medinfo-Podcast (funktioniert in FeedDemon, aber nicht in iTunes).

6 comments for “medinfo als Podcast

  1. duda
    8. März 2006 at 11:37

    naja, ob das nu‘ not tut…? aber der fortschritt ist nicht aufzuhalten, wie mir scheint.

  2. ob
    9. März 2006 at 10:23

    Ob das not tut? Spontan würde ich sagen: Nein, das ist nur ein Gimmick. Nach einigem Nachdenken ist es aber nicht mehr ganz so abwegig: Denke doch nur mal an folgende Szenarien:

    – Nach des Tages Arbeit joggst du ein bißchen und hörst dabei medinfo.

    – Die Augen sind müde von der vielen Computerarbeit und möchten sich mal erholen, der Hörsinn ist noch aufnahmefähig.

    – Dein liebster Sinn ist das Ohr, dein liebstes Gerät ist der iPod. Mit dem willst du Musik hören, Radio hören, Weblogs hören usw.

    – Was machen Sehbehinderte, Blinde? Ok, die haben diese Vorleseprogramme meist selber (und wahrscheinlich in besserer Qualität)

    Daneben gibt es noch das, was ich gestern zitierte: „Die Art der Mediennutzung verändert sich. Sie verliert ihren Vorlesungscharakter und wird zu einer Konversation.“ Man könnte auch sagen: „Die Mediennutzung verliert ihren Einbahnstraßen- und Einmaligkeitscharakter.“ Medien- oder Informationsnutzung wird allgegenwärtig und wahrhaft multimedial oder vielmehr medienlos. Pubmed-Recherche per SMS, Weblog per Telefon, iTunes per Audiocortex. Die Informationsüberflutung auf allen Sinneskanälen wird so groß, dass wirklich wichtige Informationen haptisch daherkommen müssen. Um deine Aufmerksamkeit noch erregen zu können, müssen sie bei dir anklopfen.

    Die Medien sind allgegenwärtig: Zum Fernsehgucken gehst du nicht mehr in ein dediziertes Zimmer und schaltest einen dedizierten Apparat an, das gibt es demnächst überall. Zum Google-Suchen gehst du nicht mehr in ein dediziertes Zimmer und schaltest einen dedizierten Apparat an, das gibt es demnächst überall. Konversation, Einkaufen, Reisen, Wissen, Sport, Sex – alles wird ubiquitär.

    Die Entwicklung fing ichsachma mit dem Telefon an. Das stand irgendwo rum. Jetzt ist es überall. Genauso wird es mit allen anderen Informations- und Kommunikationskanälen und -verhaltensweisen werden – was wir uns heute schon vorstellen können und was nicht im entferntesten. Man wird nicht mehr warten wollen, um Antwort auf Fragen zu erhalten wie „Wo ist der nächste Bäcker oder Wo steckt mein Kumpel Alwin?“ Man schaut einfach auf sein Display. Und das ist erst der Anfang. „Ich habe mir ein Bein gebrochen. Muß ich 112 anrufen?“ Nein, dein BioSensor hat das schon längst getan. „Du bist hungrig?“ Das Navigationssystem hat längst die Route geändert und steuert die nächste Dönerbude an. „Du verzweifelst an der Einleitung zu deiner Doktorarbeit?“ Die Bibliothek arbeitet längst an einer Zusammenstellung der Literatur …

    Das ist die Entwicklung, wie ich sie sehe – if you like it or not.

  3. duda
    9. März 2006 at 11:21

    aber wenn’s so weitergeht – wird es dann noch einen bäcker, deinen kumpel alwin oder die dönerbude geben? anders gefragt: brauchen wir sie dann überhaupt noch? grossartig allerdings: vielleicht schreibt mein handy mal meine doktorarbeit 😉

  4. ob
    9. März 2006 at 1:33

    Ich drück‘ dir (oder deinem Handy) auf jeden Fall die Daumen!

  5. 13. März 2006 at 5:12

    I think this is a nice gadget, but still don’t understand how you did it.
    After reading all about rss dj, i don’t see how i can make it read out loud my blog-item. Do you have to insert them manually or ….?

    What do you think about „talking your email“ from Springdoo? http://enus.springdoo.com/

    regards, Guus

  6. ob
    13. März 2006 at 6:25

    That’s a bit tricky and not well-solved by RSS DJ. If logged into your account there is a new icon on the left: „Submit Feed“. There you enter the data of your weblog. They will manually enter it into their feed list, where you can copy the RSS link. You don’t have to add a mix or something else, you need just a login.

    Springdoo looks cute. Nice idea!

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