Welche Rolle spielt ein “Systematic Searcher”?
9. February 2006 by motsch | Kategorien: Evidence-based-Medicine, Literatursuche
Der Artikel von McGowan J, Sampson M.: Systematic reviews need systematic searchers. J Med Libr Assoc. 2005 Jan;93(1):74-80 beschreibt recht kompakt den Aufwand und die zu berücksichtigenden Kostenpunkte für die Dienste von Medizinbibliothekaren bei der Erstellung systematischer Übersichtsarbeiten. Einige subjektiv ausgewählte Sätze daraus, die Marketing-strategisch verwertbar sein könnten:
“Their expertise is not free, and financial compensation should be factored into project planning and budgeting.”
“The authors know of no studies reporting average time spent on the various parts of the review.”
“Regardless of whether or not the review is funded, it does require the time of a librarian, which directly translates into costs. In estimating the total number of hours required of the librarian, all aspects of the librarian’s involvement must be accounted for.”
“In fact, the librarian’s contribution is central…. Librarians approached by systematic reviewers for involvement in a review project should not be shy to negotiate authorship up front.”
“But research is expensive. It is unrealistic to expect that librarians can build the evidence base of the profession in their free moments.”
Tags: Evidence-based-Medicine, LiteratursucheRelated posts
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2 Responses to “Welche Rolle spielt ein “Systematic Searcher”?”


Als Forscher, der selbst schon Meta-Analysen und Reviews ohne die Unterstützung eines professionellen Systematic Searchers durchgeführt hat weiss ich, dass das man sich tief ins eigene Zeitbudget schneidet, wenn man diese Ressource nicht erschliesst.
Unerfahrene Doktoranden und Diplomanden sind zwar billig, auch keine “Lösung”. Der Aufwand, diese zu betreuen und anzuleiten ist zu gross, genauso das Risiko, dass sie Fehler machen.
Vielen Dank für Ihre unterstützenden Worte. Wir arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen, was aber leider nicht garantiert, dass Fehler ausgeschlossen sind, oder anders formuliert: Die Gratwanderung zwischen einer möglichst vollständigen Suche und das Vermeiden von unnötig viel Ballast zwingt uns zu Kompromissen und Entscheidungen, die evtl. nicht immer richtig sind.