Vereinigung der Medizinfakultäten Mannheim und Heidelberg
16. December 2005 by ob | Kategorien: Bibliotheken, Medizin
Die Uni Heidelberg meldet, dass die beiden medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg in spätestens sechs Jahren zusammengeführt werden sollen. Ich habe keine Ahnung von den genauen Gründen dafür, ahne nur etwas von Synergien und Einsparungen. Ist das analog zur Fusion Marburg-Giessen (geht Morgen an Helios, 17.12.: doch Rhön-Klinikum) bzw. Duisburg-Essen? Die beiden Medizinstandorte Heidelberg und Mannheim sollen aber bestehen bleiben, wenn auch ohne(?) Doppelstrukturen:
Angesichts der angespannten finanziellen Situation [...] kann es die Universität Heidelberg nicht verantworten, dass an den beiden Standorten der Heidelberger Medizin auf so kurze Distanz doppelte Strukturen aufgebaut werden.
Was bedeutet dies für die beiden Medizinbibliotheken vor Ort? Laut PR sollen ja Curricula angeglichen und Studentenströme kanalisiert werden. Auch die (Grundlagen)Forschung wird aufgeteilt. Mannheim stellt mit dem neuen Gebäude sicherlich einen wunderbaren Standort für studentisches Arbeiten und Lernen dar. Zusammen mit den Heidelbergern könnten insbesondere bei der Lizenzierung elektronischer Medien sinnvolle gemeinsame Aktivitäten entfaltet werden (die Benjamin Franklin/Charité-Fusion läßt grüßen). Die Kolleginnen da und dort sind nicht zu beneiden um die sicherlich von oben forcierte Fusionsarbeit - mögen sie in sechs Jahren besser dastehen als heute. Ich wette um meinen neuen Zimmerbrunnen, dass dies nicht die letzte Fusion von Medizinfakultäten (und Medizinbibliotheken) sein wird. ![]()
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One Response to “Vereinigung der Medizinfakultäten Mannheim und Heidelberg”


ich habe davon gehört.
die ärzte jammern, die kliniken sollen doch bitte was ändern. sie ändert was, und man redet es schwarz. das ist besserwisserei und zeugt meiner meinung von verengtem sichtbild. sicher werden machtkäpfe und frustrationen aufgrund von eitelkeiten o.ä. nicht ausbleiben und auch erste opfer fordern.
ja, die medizinier sind heute also auch gefordert, ihre unabhängigkeit und dem beamtenwesen ähnliche gleichheit aufzugeben und endlich lernen, ein unternehmen nicht nur funktional strukturiert, sondern auch sich in eine hierarchisch gegliederte anweisungsstruktur einzuordnen.
das ist keine leichte aufgabe. vielleicht ist man sich den dimensionen solch einer änderung nicht bewußt, dazu ist auch eine menge an wahrer kommunikation vonnöten.
sinnvoll scheint mir das vorhaben auf jeden fall.