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Blackwell announces “Online Open”

25. February 2005 by ob | Kategorien: Publikationswesen

Blackwell Publishing kündigte gestern an, in Zukunft (in bestimmten Zeitschriften) Artikel freely available for all to access online zu machen, wenn der Autor dies wünscht und bezahlt (nicht zu verwechseln mit Open Access). Dieses Modell wurde “Online Open” genannt (nicht zu verwechseln mit Open Choice ;-) ) und soll erstmal auf Probe bis Ende 2006 laufen. Jeder Online Open Artikel kostet den Autor US$2500 (ca. 1.000 Euro weniger als Springer). Und, ja, es gibt eine lauweiche Formulierung, dass die Zeitschrift dann eventuell entsprechend der Anzahl der Online Open Artikel nicht so schnell teurer werden könnte. Da war Springer konkreter (Spiegelstrich 3).

Tags: Publikationswesen

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One Response to “Blackwell announces “Online Open””

  1. on 26 Feb 2005 at 8:511Bernd-Christoph Kaemper

    Ich vermute mal, die Blackwell-Aussage ist im Grunde genommen ehrlicher, denn es war noch nie so, daß Zeitschriftenpreise einfach monodimensional proportional zu der Zahl der publizierten Aufsätze festgesetzt wurden. Das volle Zitat im Richard-Poynder-Interview mit Derk Haank (im medinfo weblog nur verkürzt wiedergegeben) lautete übrigens: ‘If, on the other hand, say, 20 percent of the articles in a particular journal have been paid for by authors, then the subscription price will be 20-percent lower ***than it would otherwise have been***’ (meine Hervorhebung). Der Status quo, auf den hier angespielt wird, könnte auch noch die bisherige knapp 10%ige Preissteigerung von Jahr zu Jahr bedeuten. Demgegenüber ist die Aussage zwei Zeilen weiter auf eine Nachfrage von Richard Poynder ‘Exactly. As the number of paid-for articles increases in a journal, so the subscription decreases.’ eine grobe Vereinfachung. Auf den Springer Webseiten steht unter ‘Open Choice for Libraries’ aber etwas ganz anderes: ‘Once a year (usually mid-year) the prices for the next year’s subscriptions are calculated. At that time, Springer will calculate the number of articles published under the traditional model in the previous 12 months. If that number is less than the twelve month period before that, then subscription prices will decrease accordingly. If it has increased, then prices will increase accordingly. In a nutshell: ***subscription prices are tied to the amount of traditionally published, subscription-model content***, with adjustments being reflected in the next year’s subscription prices.’ (meine Hervorhebung) Das ist durchaus verträglich mit der oben zitierten eingeschränkten ersten Aussage von Haank, aber natürlich nicht mit der 2. verkürzten. Niemand braucht also erwarten, daß der Subskriptionspreis von Springer-Titeln im nächsten Jahr sinken wird, nur weil ein paar Autoren für freien Zugang zu Ihren Artikeln nach dem Open Choice Modell gezahlt haben. Aber es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn sich der Preisanstieg halbieren würde. Wenn wir Springer beim Wort nehmen, dann dürften wir nicht mehr wie in den vergangenen Jahren knapp 10% jährliche Preiserhöhung für Springer-Titel sehen, wenn die Zahl der publizierten Artikel im Durchschnitt aller Springer-Titel nur um 5% per anno steigt. Im Gegenteil dürfte es für Titel, für die nicht mehr Artikel als im Vorjahr veröffentlicht wurden, keine Preiserhöhung geben, selbst wenn die Open Choice Option von den Autoren überhaupt nicht angenommen wird. Ob Springer sich daran hält, werden wir sehen. Ich bin gespannt. Wir sollten Springer jedenfalls beim Wort nehmen, nachzählen und ggf. Preiskorrekturen fordern… (auf der ICOLC Conference in Barcelona bei der Grilling Session zu Springer von mir in der öffentlichen Fragerunde darauf angesprochen, wollte Derk Haank schon nicht mehr wahrhaben, daß das auf den offiziellen Springer-Seiten so steht oder daß man es so gemeint habe)

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