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Bericht: Cologne Summit on Open Access Publishing

10. December 2004 by ob | Kategorien: Open Access

Claudia Koltzenburg hat im OpenSPF-Forum über die Konferenz Cologne Summit on Open Access Publishing (hier auch die Volltexte der Vorträge) (gebloggt am 12.10.) berichtet. Ich fand es ein bißchen enttäuschend, dass sich die Vertreter der gegensätzlichen Positionen sich nur wieder ihre bekannten Argumente um die Ohren hauten, anstatt sich - angesichts der Unvollkommenheiten in ihren jeweiligen Systemen - der grundlegenden Fragen anzunehmen:

  • Wie können wir gemeinsam den Wissenschaftlern helfen?
  • Warum werden überhaupt so viele Artikel publiziert?
  • Wie sieht es mit der Qualität der Veröffentlichungen aus? Wächst das medizinische Wissen proportional dem jährlichen Artikel-Zuwachs von 5-7% ?
  • Wie entwickelt sich der kommerzielle Zeitschriftenmarkt? Wer verdrängt wen mit welchen Strategien? Was ist die rein ökonomische Perspektive?
  • Angenommen, Open Acess wird ein Erfolg: Ist Open Access Self-Archiving ohne kommerzielle Zeitschriften denkbar? Was wird aus Zeitschriftenagenturen? Was ist die zukünftige Aufgabe von Bibliotheken? usw…

Die anwesenden Verleger waren noch nicht mal bereit anzuerkennen, dass es sowas wie eine Bibliothekskrise gibt oder dass das gegenwärtige System an seinen Grenzen angekommen ist.

Tags: Open Access

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2 Responses to “Bericht: Cologne Summit on Open Access Publishing”

  1. on 13 Dec 2004 at 4:401Andreas Duda

    Besonders traurig fand ich Herrn Haank, der vor lauter Arroganz kaum noch ein ernsthaftes Argument präsentieren kann. Erstaunlich fand ich auch, dass die Bibliotheken so gut wie keine Rolle spielten - auch auf Olivers Frage zum Schluß der Podiumsdiskussion kam keine Reaktion. Die Grundfrage ist für mich aber immer noch: warum muss sich die Gemeinschaft über die Bibliotheken ihre zuvor finanzierten Forschungsresultate immer teurer zurückkaufen? Dazu habe ich wenig gehört.

  2. on 14 Dec 2004 at 12:002ob

    Andreas, warum muss sich die Gemeinschaft über die Bibliotheken ihre zuvor finanzierten Forschungsresultate immer teurer zurückkaufen?

    Das sind IMHO drei Fragen:
    1. Warum muss sich die Gemeinschaft über die Bibliotheken ihre zuvor finanzierten Forschungsresultate zurückkaufen?
    2. Warum muss es so teuer sein?
    3. Warum läßt es die Politik zu?

    Antwort zu 1:
    Weil Verlage Mehrwert hinzufügen.

    Antwort zu 2:
    Die Wissenschaftler haben die Publikation ihrer Forschung outgesourct. Viele Zeitschriften landeten so in den Händen von Fachgesellschaften und Verlagen, die Profit über Wissenschaft stellten.

    Antwort zu 3:
    Verlage haben eine große Macht: Sie sitzen an der Quelle, wenn es um die Beeinflußung der öffentliche Meinung geht. Politik folgt der öffentlichen Meinung.

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