Springer schränkt Online-Zugang ein

Wie uns EBSCO heute mitteilte, gewährt der Springer Verlag ab 2005 in der Bezugsvariante Print inkl. Free online nur noch Zugriff für den laufenden Jahrgang 2005. Dies gilt auch für Kluwer (hat tatsächlich noch eine Website, aber Journals nur noch bis zum 3.1.2005). Irgendwie kommt mir das Modell doch bekannt vor – erinnert das nicht an Elsevier’s Web-Editions? Ist ja schon fast langweilig, wie Springer Elsevier alles nachmacht. Alle Backfiles bis einschliesslich Jahrgang 1997 kosten einen Aufschlag von 20% auf den Print inkl. Free online Preis. Hier verlangt Elsevier 25% und bietet nur 5 Jahre rückwärts an. Auf der Springer Website Für Bibliothekare / Online-Zugang für institutionelle Nutzer ist zu den Konditionsänderungen nichts zu finden.

3 comments for “Springer schränkt Online-Zugang ein

  1. Bernd-Christoph Kämper
    10. Oktober 2004 at 1:40

    Schlimmer als Web Editions, da die kompletten Inhalte von 2004 und früher mit einem Schlag nicht mehr online zugänglich sind, da mit der bisher „kostenlosen“ Basislizenz keine permanenten Zugriffsrechte auf die lizenzierten Inhalte verbunden waren. (Daß die Dezemberinhalte im Januar nicht mehr zugänglich waren, war bei Kluwer auch schon so, mit dem Nebeneffekt, daß Inhalte von Titeln, die mit Zeitverzögerung erschienen, bisweilen gar nicht online zugänglich wurden, ebenso Inhalte von Titeln, bei denen das erste Heft des neuen Jahrgangs im alten Jahr schon online war. Ich bin mal gespannt, wie Springer das unter der Metapress-Plattform hinbekommen will.)

    Die Alternative zur Zahlung von 20% auf Einzeltitelbasis ist der E-only-Bezug mit Enhanced Access (Preis identisch zum Listenpreis Print mit „Free access for current year“, aber effektiv 8,4% höher aufgrund der höheren MwSt) oder die Umstellung aller im Bibliothekssystem gehaltenen Zeitschriften auf Print mit Enhanced Access, dafür kann üblicherweise ein reduzierter Aufschlag von 10% ausgehandelt werden, es sei denn, man hat kräftig Zs. abbestellt so wie wir gerade (> 20%), dann muß halt nochmal verhandelt werden. Im Rahmen eines Konsortialvertrags erhält man ähnliche Konditionen (10% Aufschlag), aber mit Cross Access. Mir ist unerfindlich, warum jedes Jahr die Preislisten von Springer auf der Buchmesse schon rumliegen, aber nicht ins Web gestellt werden. Die vielleicht erwartete drastische Preiserhöhung ist aber ausgeblieben – im Schnitt liegt sie bei ca. 8% (sie ist aber nach wie vor titelabhängig, keine Pauschalerhöhung wie bei Elsevier), allerdings ohne Berücksichtigung evtl. zusätzlicher Kosten für Enhanced Access Lizenzen.

  2. duda
    12. Oktober 2004 at 10:03

    Erinnert irgendwie an „Hitch Hiker’s Guide to the Galaxy“:

    „But look, you found the notice didn’t you?“

    „Yes,“ said Arthur, „yes I did. It was on display in the bottom
    of a locked filing cabinet stuck in a disused lavatory with a
    sign on the door saying Beware of the Leopard.“

    Bis jetzt habe ich leider (außer – auch eher durch Zufall – in Mannheim ) noch nichts über die neuen Konditionen zugesandt bekommen.

  3. ob
    13. Oktober 2004 at 8:44

    Nur statt „Beware of the Leopard“ eine IMHO schrecklich unübersichtliche Springer-Homepage (und natürlich die Super-Informationspolitik) uns behindert.

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