Justizministerium: Kopien brauchen Originale

Heute hat das Bundesjustizministerium die Informationskampagne Kopien brauchen Originale gestartet mit dem Ziel, Werbung für das Gesetzgebungsverfahren zum Zweiten Korb des Urheberrechts zu machen. Das Wissensspiel ist besonders nett. Auf die Frage Woran denkt der Gesetzgeber bei dem Wort „Schranke“? lautet die korrekte Antwort: Die Rechte des Urhebers werden zugunsten des Allgemeinwohls eingeschränkt. Zum Beispiel in der Uni-Bibliothek, wo ich aus Lehrbüchern kopieren – und dann lernen – darf, ohne den Urheber zu fragen. (Na also, wenn hier schon die UB als positives Beispiel auftaucht, dann kann ja gar nichts mehr schief gehen!) Am Schluß des interaktiven Quiz steht „Play Again“. Bleibt es allerdings beim Referentenentwurf des Justizministeriums wird es für subito bald heißen: „Game Over!“

1 comment for “Justizministerium: Kopien brauchen Originale

  1. ob
    1. Oktober 2004 at 10:56

    Nachschlag: Heise Online kommt mit vielen weiteren News und hinterfragt, warum diese Kampagne zur Stärkung der Verwertungsindustrie aus Steuergeldern finanziert wird.

Comments are closed.