MedPilot auf der eigenen Website

Silke Schneider meldet in der Liste medibib-l: Seit wenigen Tagen ist es moeglich, ein MedPilot-Sucheingabefeld direkt auf der eigenen Website zu installieren. Wenn Sie Ihren Nutzern diesen Service anbieten moechten, dann fuegen Sie einfach den folgenen HTML-Quellcode auf Ihrer Website ein.
In der Tat bietet die Meta-Suche einen schönen Überblick über die Verteilung der Literatur in den einzelnen Datenbanken, alleine die anschließende Volltextbestellung (die ja der eigentliche Clou ist) ist zu Köln-lastig, als dass man Sie in der eigenen Bibliothek anbieten wollte. Der Link zur EZB hat keine Ampel, ist also try+error. Der Link „externen Datenbanken“ bietet zwar einen schönen Direkteinstieg in die subito-Bestellung, hat aber manchmal auch seine Makel. Hier würde sich die Nicht-Kölner Medizinbibliothek einen Link in ihr eigenes Bestellsystem (JASON, GBV-direkt etc) wünschen – natürlich mit vorheriger Kontrolle des Bestands vor Ort…

2 comments for “MedPilot auf der eigenen Website

  1. 9. Juni 2004 at 6:19

    Der Ansatz, eine einfache Oberfläche für eine datenbankübergreifende Suche anzubieten mit Links zu den Bestands-Katalogen und Zugängen zur Originalliteraur, ist zu befürworten, aber das Suchergebnis ist oft nicht zufrieden stellend. Die unterschiedliche Struktur der Datenbanken und die unterschiedlichen Suchmöglichkeiten (z.B. Thesaurus, Search History) können selbst bei der Profi-Recherche nicht berücksichtigt werden. Das ist nicht nur ein Nachteil bei Medpilot, sondern auch bei anderen datenbankübergreifenden Recherche-Angeboten. Die Suchfunktionen beschränken sich hier auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und tragen wenig zu Variationsmöglichkeiten in Bezug auf Precision und Recall bei. Für den Laien-Rechercheur mag die einfache Handhabung positiv sein, aber sie erleichtert nicht unbedingt die Auswahl verlässlicher und vertrauenswürdiger Informationen. Die Kritik, die bei der Umfrage des Projekt-Teams zu Medpilot von einigen Nutzern geäußert wurde, ist meiner Meinung nach berechtigt. Wer sich mit Retrieval-Techniken auskennt und Zugang zu den Originaldatenbanken hat, wird vermutlich lieber auf die Original-Datenbanken zugreifen und dort die zahlreichen Suchmöglichkeiten nutzen. Einige der Originaldatenbanken sind bekanntlich kostenfrei im Internet. Positiv anzumerken ist, dass bei Medpilot die Anzeige der Treffer aus den Cochrane Reviews mittlerweile in der Reihenfolge weit oben angesetzt ist. Ich zögere aber wegen der Kritikpunkte noch, den direkten Zugangs-Link auf unserer Webseite anzubieten.

  2. ob
    11. Juni 2004 at 9:32

    Wir haben aufgrund dieser Dinge auch Medpilot nicht auf der Webseite. Sind wir zu vorsichtig/penibel? Denken wir vielleicht zu bibliothekarisch/thesaurisch? Andererseits sind alle Datenbanken der Metasuche kostenfrei im Internet zugänglich – also individuell und damit „perfekt“ recherchierbar. Eine Hilfe ist eine solche Metasuche für die Beantwortung der Frage: „In welcher Datenbank muß ich eigentlich suchen?“ In diesem Sinne gefällt mir aber die DIMDI-Lösung weitaus besser, da hier kostenpflichtige Datenbanken wie BIOSIS, SCI und EMBASE abgefragt werden können. Nur: Ohne Duplikatcheck bzw. Anzeige der Unique-Treffer bin ich dann auch wieder aufgeschmissen. Oder sehe ich dass zu bibliothekarisch?

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