Neuer Kongresskalender online

February 8, 2010 | 86 Aufrufe | Leave a Comment

Vor wenigen Tagen ist der Kongresskalender der Deutschen Zentralbibliothek fuer Medizin (ZB MED) in einer neuen Version online gegangen.

Er ist einer der umfangreichsten Kongressverzeichnisse fuer die Bereiche Medizin, Gesundheit, Ernaehrung, Umwelt und Agrar. Allein fuer 2010 sind bereits von ueber 350 internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen umfangreiche Informationen abrufbar – ab sofort im neuen Gewand und mit vielen neuen nuetzlichen Funktionen:

* Fuer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen: Um die Vielfalt wissenschaftlicher Veranstaltungen so vollstaendig wie moeglich mit allen relevanten Informationen zu verzeichnen, nutzt die Kongresskalender-Redaktion der ZB MED staendig ihren heissen Draht zu vielen Veranstaltern weltweit. So findet man neben zuverlaessigen Termin-Informationen einen direkten Link zur jeweiligen Kongress-Website ebenso wie Kontaktinformationen zum Veranstalter. Ueber komfortable Such- und Filterfunktion findet man rasch die relevanten Veranstaltungen. So kann jeder einen auf die individuellen Interessen zugeschnittenen, persoenlichen Kongresskalender erstellen.
* Fuer Kongressveranstalter: es besteht die kostenfreie Moeglichkeit, Kongresse bekannter zu machen. Ueber das neue Online-Formular ist die Meldung jetzt noch schneller und einfacher.

Die Kongresskalender-Redaktion der ZB MED aktualisiert den Kongresskalender taeglich aufgrund neu vorliegender Informationen.

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Und hier der nächste Doody’s Review Service Featured Article: James Shedlock: The Future of Books at the Galter Health Sciences Library, Feinberg School of Medicine, Northwestern University.

Given all of these factors, I think the future of print books at the Galter Library is limited. The days of housing a large, just-in-case, print book collection that provides a supporting role to aid teaching and learning in the health sciences are gone, mostly due to improvements in technology which enable access to e-books and e-journals.

When we talk about the future of print books, we are also talking about the future of the library as place. Libraries are built around the need to store books and other print matter. After all, that’s what the word ‘library’ means. If we picture a different future for the book based on user demand for e-books and the occasional print book for reserves, then we also paint a different picture of what the library as place looks like.

The new library will be more about people and how they discover and use information. In the new space, print books will be available — on reserve to support the curriculum, for leisure reading, and to represent the history of medicine at Northwestern. But the overall space will be filled by features that support the user’s need for information discovery. These spaces may include: an information commons for searching databases, e-journals and e-books; collaboration rooms that give students a place to work together while learning about medicine or other disciplines; private study spaces to aid reflection and assist individual productivity; visualization space to foster research; online classrooms to demonstrate and show the latest software that aids learning in information management, basic sciences or clinical instruction; meeting spaces that bring faculty, staff or students together; cultural spaces for arts and humanities programs related to health care; and work space for library staff. The new library will be less a library and more like an information center, and I think it will still be at the heart of the medical center campus.

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Mark Funk, Past-Präsident der MLA, weist in Doodys Review Service auf die schwierige Etatsituation US-amerikanischer (und bald auch deutscher?) Medizinbibliotheken durch die Weltwirtschaftskrise hin.

I’ve been in collection development since 1980, and while we faced budget problems in the 80s and 90s, this current downturn is far deeper, and according to some economists, will last much longer. Some say we should expect no relief before 2012. That’s a long time in the publishing and library world, and we should expect some changes. How might our environment change in the next few years?

Die meisten Vertreter der großen Verlage haben ja schon letzter Jahr abgewiegelt, wenn die Sprache auf Etatkürzungen und Preissteigerungen kam: “Nein, wir verkaufen unser Top-Produkt nicht unter Wert und so schlimm ist es ja noch nicht. Wenn’s noch schlimmer kommen sollte, können wir ja immer noch sehen.” Lediglich kleinere und universitätsnahe Verlage legten ihre Preissteigerungen auf Eis.

If publishers refuse, it’s easy to predict many consortia members invoking the “financial emergency” clause in their agreements, and canceling far more titles than the negligible numbers currently allowed. Massive emergency cancellations could cause big deals to fall apart.

Um die Versorgung mit elektronischer Fachinformation an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Bibliotheken nachhaltig zu verbessern, finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2004 den Erwerb von Nationallizenzen. Damit wird ein dauerhafter Zugriff auf elektronische Inhalte von Zeitschriften, Datenbanken und e-books gewaehrleistet.
Deutsche Institutionen sowie interessierte Privatpersonen mit staendigem Wohnsitz in Deutschland koennen sich kostenfrei fuer die Nutzung der Nationallizenzen registrieren lassen, wobei eine kommerzielle Nutzung strikt ausgeschlossen ist. Eine Anmeldung fuer aktuelle wie auch inzwischen aeltere Angebote ist jederzeit moeglich.

Auch im vergangenen Jahr 2009 wurden von der DFG weitere Mittel zum Ankauf ergaenzender nationaler Lizenzen zur Verfuegung gestellt. Ueber die Deutsche Zentralbibliothek fuer Medizin (ZB MED), als Verhandlungsfuehrer fuer elektronische Inhalte in den Fachbereichen Medizin. Gesundheitswesen, Ernaehrung, Umwelt und Agrarwissenschaften, konnten dadurch folgende Nationallizenzen bereit gestellt werden:

* Informa Healthcare Digital Archive
Archiv von 153 Zeitschriftentiteln von Jahrgang 1 bis 2008
* The American Physiological Society APS Journal Legacy Content:
Archiv von 12 Zeitschriftentiteln von Jahrgang 1 bis 1997
* Journal of Clinical Oncology / ASCO:
Archiv der Jahrgaenge 1.1983 – 16.1998
* Liebert On Line Archive:
Mary Ann Liebert Archiv mit 59 Zeitschriftentiteln bis Jahrgang 2005
* The Scientific World Journal:
lizenziert im Rahmen des internationalen Netzwerkes “Knowledge Exchange” fuer die Nutzung in den Jahren 2009-2011, umfasst das Archiv ab Jahrgang 1 bis zum aktuellen Heft

Im ersten Quartal 2010 wird eine weitere Nationallizenz, Springer e-books Medicine, folgen.

Liste der kompletten DFG-Nationallizenzen Angebote: http://www.nationallizenzen.de/angebote.

Weiterfuehrende Informationen zu DFG-gefoerderten Nationallizenzen finden Sie im Internet unter www.nationallizenzen.de.

Uta Heinecke, ZB MED Koeln/Bonn

MEDPILOT 3.0: Eine Seite. Alles Wissen.

February 3, 2010 | 183 Aufrufe | Leave a Comment

Seit dem 1. Februar ist das neue MEDPILOT online: Mit der Version 3.0 werden die Recherche und Bestellung von medizinischer Fachliteratur ab sofort leichter. Das Informationsportal mit integrierter Bestellmoeglichkeit bietet vor allem Aerzten, Wissenschaftlern und Studierenden einen datenbankuebergreifenden Zugriff auf medizinische Fachinformationen. Ueber 25 Millionen Dokumente sind so aktuell verfuegbar.

Das Angebot der Deutschen Zentralbibliothek fuer Medizin (ZB MED) in Koeln ist auf dem neuesten Stand der Technik – leistungsfaehiger und komfortabler als sein Vorgaenger:

- Schneller zum Ergebnis durch moderne Suchmaschinentechnologie
- Qualitaet und Ranking der Suchergebnisse sind optimiert durch eine Technologie, die auf semantischen und computerlinguistischen Prinzipien basiert und in einer Public Private Partnership mit der Firma Averbis entwickelt wurde
- Ueber unterschiedliche Wortformen und Treffer in anderen Sprachen zum Ziel, ohne zusaetzlichen Aufwand
- Einfaches Sortieren und Verfeinern der Suchergebnisse, etwa durch Anklicken verwandter Schluesselwoerter

MEDPILOT ist ein Angebot der Deutschen Zentralbibliothek fuer Medizin. Die ZB MED, finanziert aus Mitteln der Laender und des Bundes, ist eine unabhaengige und ueberparteiliche, oeffentliche Einrichtung. In den fast 40 Jahren ihres Bestehens hat sie sich zu Europas grösster Fachbibliothek fuer die Faecher Medizin, Gesundheit, Ernaehrung, Umwelt und Agrar entwickelt. Neben der klassischen Literaturversorgung engagiert sich die ZB MED in Projekten zur Entwicklung, Erschliessung, Vermittlung und Publikation elektronischer Literatur, Primaerdaten und Forschungsergebnissen. Die ZB MED ist eine wissenschaftliche Infrastruktureinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft.

Im Bereich der Stammzellforschung laesst sich viel Geld
verdienen – da liegt es nahe, die Publikationen von Konkurrenten
klug “auszunutzen”. Der Spiegel berichtet darueber heute in einem
offenen Brief: Man hat es ja immer schon vermutet …

Nutzerumfrage des ZPID

February 1, 2010 | 155 Aufrufe | Leave a Comment

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Das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) führt zur Verbesserung seines Service- und Dienstleistungsangebots eine Online-Umfrage zur Nutzerzufriedenheit durch. Die Umfrage beinhaltet Fragen zu Bekanntheit, Bewertung und Verbesserung seiner Produkte und Dienste. Alle Teilnehmer sollten zumindest mit einem Produkt des ZPID schon einmal in Berührung gekommen sein.

Der Aufwand beläuft sich auf maximal 10 – 15 Minuten. Unter allen Teilnehmern wird als Hauptpreis ein Apple iPod touch der 3.Generation sowie drei USB-Sticks mit 16 GB Speichervolumen verlost. Die Ergebnisse dienen der Optimierung der Serviceangebote des ZPID. Bitte nehmen Sie sich kurz dafür Zeit.

Zur Umfrage: http://www.unipark.de/uc/tr_uni_trier_decieux_ul/d360

Amazon vs. Apple Store vs. Prices

February 1, 2010 | 260 Aufrufe | Leave a Comment

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Amazon Pulls Macmillan Books Over E-Book Price Disagreement und At Amazon, Giving In to Demands. Machte die Runde in der Blogosphäre. Auch wenn die Bücher nun wieder bei Amazon vorhanden sind, die Tatsache an sich und die Kommentare geben einen guten und lesbaren Einblick in die Problematik.

Amazon:

We have expressed our strong disagreement and the seriousness of our disagreement by temporarily ceasing the sale of all Macmillan titles,” Amazon said. “We want you to know that ultimately, however, we will have to capitulate and accept Macmillan’s terms because Macmillan has a monopoly over their own titles, and we will want to offer them to you even at prices we believe are needlessly high for e-books.

Wie immer geht’s um Geld. Der neue Player auf dem e-Bookmarkt, Apple mit seinem iPad, kommt mit Macht.

Analysts say Amazon, which accounts for 15 to 20 percent of domestic book sales, probably realized it could not compete with Apple if it wasn’t offering the same range of content.

Ich würde ja auch gerne mal ein Kindle-e-Book (bzw. meine Lesemotivation) auf dem iPhone ausprobieren, aber irgendwie fühle ich mich über’s Ohr geschlagen, wenn ich dafür dasselbe wie für das Paperback ausgeben soll. Irgendwie komisch, aber der Lesespaß eines Paperbacks ist halt nicht zu toppen.

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Die nackte Wahrheit über die Liebe von Studenten zu StudentConsult:

In all seriousness – you must register all books with student consult and spread the love!

The Naked Truth, (c) Elsevier

… hier kommt’s knüppeldick:

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The Naked Truth (c) by Elsevier.

Zum Piepen! (ebenso wie die Werbung durch eine nackte Comicärztin, notdürftig verhüllt durch einen Bücherstapel.)

Was hört man zur Zeit noch von diesem Verlag?

  1. Elsevier betreibt aktives Lobbying gegen Open Access (das machen auch andere, aber keiner gibt so viel Geld dafür aus wie Elsevier)
  2. Elsevier’s deutschsprachige Lehrbücher kommen mit proprietärer Software, DRM-geschützt, nur im Netz benutzbar und eigentlich zu teuer für Bibliotheken (Dass hier trotzdem etliche Medizinbibliotheken zugelangt haben, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das Einzige, was man damit erreicht, ist die Konsilidierung eines überteuerten DRM-Geschäftsmodells am Markt: Herzlichen Glückwunsch!).
  3. Das Geschäftsmodell StudentConsult / eLibrary wirbt mit bibliotheks-inkompatiblen Inhalten
  4. Bibliotheken können ab sofort “mediscript” nicht mehr ausleihen.

Summa Summarum: Elsevier scheint massiv dran zu arbeiten, dass Jay Recht behält mit seinem Spruch: “my library never has a book i want, one that i know” … Dazu passt das Gerücht(?) von einer neuen Elsevier-Strategie “Beyond The Library”, die unter Umgehung der Bibliothek Inhalte direkt an den Kunden verkaufen soll… Eine Bösewicht? Nein, nur ein Verlag, der vorprescht und Technik und Marktmacht konsequent nutzt. Werden andere folgen? Wird es das Bild der physischen Bibliothek als Lehrbuchsammlung – zu der wir de facto werden – ändern? Spannende Fragen, spannende Entwicklung.

APPLE/
Reuters

Haben wollen! Vielleicht auch 20 Stück mit E-Books drauf in der Bibliothek zum ausleihen…

The promotion of English-language books proves to be a special challenge in German libraries, as these titles are used much less frequently than their German counterparts. Due to some lucky lotto winnings (or something quite similiar ;-) ), in 2008 we were able to purchase some hundreds Elsevier eBooks in diverse medical subject areas. To promote these new titles to our English-avoiding (Page 9) clients, since December 2008 each week we featured one of these titles via our library’s blog.

Most interesting is the evaluation of our promotional engagement: Did it have any effect on usage? What’s with the not-promoted books? In general, usage stats revealed heavy usage of the promoted book titles in contrast to ones we’ve not promoted. As one would think, this increased usage started shortly after posting the respective blog entries.

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Red line = Promoted books. Average of usage 39 books, each with a prominent book review in the library blog. Usage was counted in months after promotional event (book review).
Blue line = Non-promoted books. Average of usage of 290 books without any book review, but with a single mentioning of the fact of accessibility (=general promotion).

In this period, all 329 books were used 5.118 times. That’s about 15,6 per book or 1,2 requests per month per book. 1st conclusion: In comparison, our German titles were used on average 100 times a month, that are 2 orders of magnitude more.
The 290 non-promoted books were used 3.721 times or 1,0 times per month. The 39 promoted books were used 2.197 times or 4,3 times per month. Beginning with promotion, the respective books showed an explosion of usage. It led to an overall fourfold increase in usage, and to a twentyfold increase above non-promoted base line (s.a.) in the promotional month. 2nd conclusion: Book reviews by blog entries is highly successful for increasing awareness and usage by faculty.
3rd conclusion: In contrast, a single promotion of the Sciencedirect portal and the publishing of a master book list led only to an doubling or tripling of the average usage base line of 1,0 per month (blue line).
4th conclusion: The increased usage of promoted titles didn’t last forever, instead it vanished three months after the promotional event, both with book reviews or general promotion.

Potential bias: From the overall collection (1995-2009), only recently published books (2007-2009) were selected for book review. Massive downloading by single users may led to erroneous swings (e.g. blue line month ‘9′, red line month ‘10′), especially with overall low usage counts.

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Der Beitrag von Martin im Nature Network mit dem leicht provokativen Titel Scientists and librarians: friend or foe? ist sehr lesenswert. Ihr könnt dort oder hier kommentieren.

Hier eine Zusammenfassung meines Kommentars dort:

“I can’t imagine that a librarian thinks of himself as a foe for faculty. Usually they try to be friends and helpful. But I can imagine that faculty may regard some librarians not supporting them enough or not appropriate and perceive their acting as hostile. Maybe we need to know more from each other to gain a better understanding. Librarians need to perform continuous information needs assessments to gain a far better knowledge what their customers really need. And physicians and researcher need to invite librarians to their journal clubs and team sessions to get an better understanding what they are capable of and to correct their expectations accordingly.

An example: Usually, in German medical libraries, there is only one subject librarian with a scientifical background. He (or she) acts as a library manager, which includs not only acquisition decisions and subject classification and journal package negotiations, but also staff development, budget accounting, and administrative and organizational issues of every kind: The medical library is a little university library in itself. Not surprisingly, there’s not much time left for new projects, modern technology, “reinventing things” or just learning enough RefWorks or Yammer or BenchPress to be of substantial help for users.

Or lets take a look at the offerings: We promote our specific knowledge like free beer to the faculty (take a look at the House Calls), but they never ever asked for courses on Impact Factors, EBM, or even PubMed. Maybe they already know everything what they need to know or the access to literature is to easy to be taught any more… I don’t know. Certainly there’s a gap and we try to close it by chat or house calls, but I’m not that much convinced we will succeed. I would like to be proven wrong …

I forget the most important thing :-) We have far too few physicians such as Martin which look beyond their horizon. His demanding interest in libraries will for sure make us better anyway…”

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mediscript – die “optimale Prüfungsvorbereitung” für das Physikum und Hammerexamen – wird nicht mehr von Bibliotheken angeboten werden können. Das liegt zum einen daran, dass die Buchversion wegfällt oder schon länger wegfallen ist. Nun können auch die (neuen) DVDs nicht mehr verliehen werden, da sie nur noch für einen PC freischaltbar sind. Dies fängt an mit dem Hammerexamen, Verkaufsstart 28.1.10.

In einer Stellungnahme von Elsevier wird deutlich, dass – wenn wundert’s – der Verlag das unerlaubte Kopieren und Weitergeben der CD innerhalb der eng vernetzten Studenten nicht länger hinnehmen wollte. Der CD-Kopierschutz war dazu offensichtlich nicht verläßlich genug bzw. führte zu Abstürzen. So hat man sich dazu entschlossen, die neue DVD mit einem Onlineschlüssel an einen und nur einen PC zu binden.

Leider können wir keine Bibliotheksversion ohne Freischaltcode anbieten, das Programm wäre dann frei verfügbar und ohne Einschränkung von einem Rechner auf den nächsten kopierbar. Diese Lösung betrifft vorerst nur die aktuelle Hammerexamen DVD (inkl. Examen 10/09), für künftige Programmversionen (Physikum und Hammerexamen) entwickeln wir parallel institutionelle Lösungen. In Abwägung der Vorteile für den Einzelnutzer gegen die Möglichkeit der Ausleihe haben wir uns bei der aktuellen Ausgabe für die deutlich verbesserte Programmqualität entschieden.

Die institutionellen Lösungen, die hier angesprochen werden, beziehen sich offensichtlich auf Pläne Elseviers, nach Thieme und Springer auch ein Onlineportal für medizinische Prüfungen aufzubauen.

Kommentar:
Aus der Sicht des Verlags ist die Entscheidung nur allzu verständlich, da man hofft, die durchs Kopieren verloren gegangenen Einnahmen wieder zu bekommen. Die leidige Restriktion, nur auf einem Rechner arbeiten zu können, ist jedoch kontraproduktiv. Werden Studenten zu Konkurrenzprodukten wechseln wie der Schwarzen Reihe oder zu Portalen? Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Einnahmen durch Bibliothekskäufe wegfallen sowie die mit der Ausleihe einhergehende Produktbewerbung.

Aus der Sicht von Bibliotheken ist höchst bedauerlich, das nun eine wichtige Ressource der Lehrbuchsammlung nicht mehr angeboten werden kann. Studenten können generell nicht mehr die Erwartung hegen, sich alle gängigen Werke auch in der Bibliothek ausleihen zu können, müssen also selber wieder tiefer in ihre Tasche greifen und werden vielleicht stärker auf Bibliotheken einwirken, Portallösungen einzukaufen.

Elsevier hatte bereits mit dem StudentConsult-Modell bibliotheks-inkompatible Mehrwerte eingeführt. Auch die E-Lehrbuch-Lösung von Elsevier verzichtet zugunsten von Inhaltssicherung auf offene Formate (PDF). Sollte sich dieses Geschäftsmodell bewähren, könnten andere Verlage auch auf den Gedanken kommen, durch DRM-Massnahmen und softwaretechnische Abschottungen ihren Kundenkreis zu binden bzw. zu erweitern. Ob dabei bewußt Bibliotheken umgangen werden, um dies zu erreichen, entzieht sich meiner Kenntnis, wird aber in Kauf genommen. Wie sieht die Zukunft aus? Bin gespannt auf Ihre Kommentare.

Lissabon: Registrierung offen

January 19, 2010 | 292 Aufrufe | Leave a Comment

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The Registration Form and all the information about the hotels are already at the webpage of the Lissbon Conference.

Die Early Registration Fee (Before March 31, 2010) beträgt 380 EURO, ab dem 1.4. wird es 50 Euro teurer. Achtung: Die Konferenz ist ausserhalb von Lissabon, an der Estorilküste, im Centro de Congresso do Estoril. Hotels in der schönen Altstadt von Lissabon sind daher nur begrenzt zu empfehlen.

Achso, die Konferenz twittert jetzt auch!

Die Österreichische Universitätenkonferenz (Uniko) hat am 12. Jänner 2010 Empfehlungen für Open Access Publishing beschlossen:
Empfehlungen der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko)
zu einer Open Access–Politik der Universitäten

Deadline 1st of February 2010

The EAHIL Executive Board is pleased to announce the availability of 6
Scholarships to be awarded to worthy individuals to attend the 12the
European Conference of Medical and Health Libraries in Estoril,
Lisbon, Portugal 14-18 June 2010. The scholarships will be 500 euros
maximum. The number of EAHIL Scholarships has been extended from 4 to
6 by the generous support of EBSCO.

Applicants must apply (before Feb 1st, 2010) to:
EAHIL President: Suzanne Bakker
Central Cancer Library
The Netherlands Cancer Institute
P.O. Box 90203
NL-1006 BE AMSTERDAM
NETHERLANDS
+31 20 512 2597
+31 20 512 2599
E-mail: s.bakker@nki.nl

Please note applications will be judged on merit. Be sure to include a
supporting statement giving the reasons (1) why you think you deserve
this Scholarship and (2) how it would benefit you and your institution
to attend the Workshop and please (3) include a short curriculum
vitae. The applications will be considered in confidence.

Confirmations of receipt of the application will be sent early
February. The EAHIL Board will take a decision in its meeting in
February. Applicants will be notified about the results not later than
March 1st 2010.

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Jetzt drucken die doch tatsächlich zwei Seiten auf eine Seite. Starten erstmal mit 10 Titeln, aber der Einspareffekt ist zu verlockend, um nein zu sagen: Wiley-Blackwell Adopts Condense and Rotate Printing Process for Select Journals.

Es wird mit Einsparungen von 40% gerechnet, die natürlich sofort an die Leser weitergegeben werden. ;-)

In meinen Augen ist die Scientific Publishing Industry eine der intelligentesten Industriezweige überhaupt. Als zum ersten Mal der Gedanke an Electronic Journals aufkam, dachte jeder an die Preisersparnis, die damit verbunden sein mußte, wenn Print wegfällt. Arnould deKemp bezifferte die einmal auf 35%. Aber in der ganzen Übergangsphase der letzten 12 Jahre haben es die Verleger geschafft, den Preis nicht abfallen zu lassen – Congratulation! Zuerst mußte man eine zusätzliche e-Fee bezahlen, dann kamen die FTE-Erhöhungen, die an Nutzung orientierten Preise – nun fällt auch noch Print komplett weg, doch der Preis bleibt derselbe, egal welche Einsparungen auch immer damit auf Verlegerseite damit erzielt werden können in Punkto Druck, Distribution etc.

Stetige Profite von 30% und mehr – auch in der Krise – können nur als märchenhaft bezeichnet werden: Dahinter steckt immer ein kluger Kopf!

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Data sharing in the life sciences – doch nicht so beliebt!

Indeed, researchers highlight a number of barriers to sharing their research data, including concerns about potential misuse, ethical constraints, and intellectual property. Above all, they see data as a critical part of their ‘intellectual capital’, generated through a considerable investment of time, effort and skill. In a competitive environment, their willingness to share is therefore subject to reservations, in particular as to the control they have over the manner and timing of sharing.

Libraries , eBooks, and the Mobile Web

January 4, 2010 | 419 Aufrufe | 2 Comments

ReadWriteWeb meldet in Libraries , eBooks, and the Mobile Web : A Long Ways to Go, dass

According to a new report from Cambridge University (PDF), students aren’t interested in being able to read eBooks and eJournals on their mobile phones. Instead, users are far more interested in opening hours, location maps, contact info, and access to the library catalog.

opening hours? location maps? contact info? access to the library catalog? – Haben wir alles

B0002699 The impact of biotechnology on the world

… so die Prognose von Claudia Voigt in Spiegel Online.

Werden dann Bibliotheken auch zu Kaffee-Lounges und Kopierpalästen? Die Konkurrenz schläft nicht und bietet offene Lehr- und Lernlandschaften in “Study-Lounges” bei sportlicher Entspannung mit Billard und Kicker…