Licht am Horizont – Update zur Lage bei ZB MED

Mitteilung der ZB Med in Inetbib vom 2.6.2016:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch wenn es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger bei uns ausgesehen hat, es hat sich einiges getan. Wir dürfen wieder vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken. Denn unsere Geldgeber aus Bund und Land stehen weiter hinter uns, wofür wir sehr dankbar sind! Sie haben in den vergangenen Wochen intensiv darauf hingewirkt, dass ZB MED auch nach dem Ausscheiden aus der Leibniz-Gemeinschaft seine national bedeutsamen Aufgaben wahrnehmen kann. Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium (MIWF NRW) sieht sich dabei in der Verantwortung, die zukunftsorientierte Transformation von ZB MED fortzuführen und damit die bundesweite Informationsversorgung in den Lebenswissenschaften sicherzustellen. Dabei wird das MIWF NRW vom Bundesgesundheitsministerium nach wie vor unterstützt.

Zunächst warten wir nun aber noch die Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) ab. Über die Sitzung ihres Ausschusses am 24.5. haben wir bisher keine Details erfahren; eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen. Die Konferenz selbst tagt nun am 24.6. und wird dann einen Beschluss fassen. Wir werden darüber durch ein Protokoll informiert, dass wir ca. vier Wochen nach der Sitzung erhalten. Es ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass die GWK sich gegen die Empfehlung des Senates der Leibniz-Gemeinschaft, die Bund-Länder-Förderung (gemäß den Ausführungsvereinbarung zum GWK-Abkommen über die gemeinsame Förderung der Mitgliedseinrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. – so die formale Bezeichnung) für ZB MED zu beenden, stellen wird. Aber wenn die GWK die Aktivitäten von Bund und Land zur Transformation von ZB MED unterstützt, wäre das für uns das entscheidende Signal, dass wir weiter machen können.

Ganz konkret würde dies bedeuten, dass wir die dreijährige Übergangsfinanzierung, die nach der Leibniz-Senatsempfehlung festgeschrieben ist (in den ersten beiden Jahren beträgt das Budget in der Regel 100% des Ansatzes von 2016, im dritten Jahr bis zu 100%), nutzen, um den begonnenen Transformationsprozess zu einem modernen Fachinformationszentrum fortzuführen und uns neu aufzustellen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Besetzungen der beiden Professuren in Bonn (W2) und Köln (W3, gleichzeitig neue Direktion von ZB MED), die nun zügig in Kooperation mit den jeweiligen Hochschulen erfolgen sollen. Die Universitäten haben bereits ihr Interesse daran signalisiert. Danach könnte uns dann der Weg zurück in die Bund-Länder-Förderung offen stehen.

Weitere Informationen liefert ein aktueller Beitrag im ZB MED-Blog http://zbmedblog.de/?p=278 Dort werden wir Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten, aber natürlich auch hier über die Liste und auf unserer Website www.zbmed.de<http://www.zbmed.de>.

Herzliche Grüße aus Köln und Bonn, Ulrike Ostrzinski

Gegen die Schließung von ZB MED: Stellungnahme der AGMB e.V.

Die Online-Petition „Keep ZB MED – gegen die Schließung von ZB MED“ ist inzwischen geschlossen und war mit über 9000 Unterzeichnern sehr erfolgreich. Wir bedanken uns bei allen, die die Petition unterschrieben haben.

Aber auch die AGMB selbst wurde aktiv. Dank zahlreicher Zuarbeiten vieler Mitglieder der AGMB konnte der Vorstand eine eigene Stellungnahme erarbeiten und sie an die entsprechenden Behörden schicken. Sie finden die Stellungnahme inkl. weiterer Informationen hier: Stellungnahme der AGMB.

 

Gegen die Schließung von ZB MED

Inzwischen hat die Online-Petition gegen die Schließung von ZB MED über 8.600 Unterschriften.

Bis zum 30.4.2016 ist ein Unterzeichnen noch möglich: https://www.change.org/p/keepzbmed

Wer darüber hinaus Unterstützung leisten will, kann dies hier tun:

http://www.zbmed.de/ueber-uns/presse/neuigkeiten-aus-zb-med/artikel/zb-med-nach-leibniz-senatsbeschluss-vor-dem-aus/

Auf dieser Seite finden Sie Textbausteine für Unterstützerbriefe, die an die entsprechenden Organisationen verschickt werden können. Die Adressen sind ebenfalls auf der Seite aufgelistet.

Tagung „Innovationspotenzial personennaher Dienstleistungen“

Das Fraunhofer-Institut lädt ein. Am 28. und 29. April veranstaltet es in Berlin gemeinsam mit weiteren Partnern eine Tagung zum “Innovationspotenzial personennaher Dienstleistungen”. Die Teilnehmer werden keine passiven Zuhörer sein, sondern gemeinsam Handlungsbedarfe erarbeiten.

Die Tagung findet im Rahmen des Projekts “INDiGeR – Innovative Netzwerke für Dienstleistungen und Gesundheit in Regionen von morgen!” statt. Es handelt sich dabei um eine Begleitforschung zum Projekt “Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen (GeDiReMo)” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Interessenten können sich für die Tagung hier anmelden.